Bremen verliert Schiffsgeschäft Bremer Landesbank macht Milliardenverlust

Die Bremer Landesbank (BLB) schließt das Geschäftsjahr 2016 mit einem deutlichen Verlust ab. Das gab die BLB am Donnerstag bekannt.
06.04.2017, 12:00
Lesedauer: 1 Min
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Die Bremer Landesbank (BLB) schließt das Geschäftsjahr 2016 mit einem deutlichen Verlust ab. Das gab die BLB am Donnerstag bekannt.

Das Konzernergebnis vor Steuern liege bei einem Minus von 1,4 Milliarden Euro. Grund dafür sei die massive Aufstockung der Risikovorsorge für Schiffsfinanzierungen um insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Die Bank habe damit auf die drastische Verschärfung der Schifffahrtskrise reagiert. Wegen fauler Schiffskredite geriet die BLB überhaupt in Schieflage. Weil sie die Verluste nicht aus eigener Kraft kompensieren konnte, verkauften Bremen und der Sparkassenverband Niedersachsen ihre Anteile vollständig an die NordLB.

Christian Veit, Vorstandsvorsitzender der BLB, sagte bei der Präsentation des Jahresergebnisses, ab 2017 werde man sich wieder auf das Kerngeschäft als Kunden- und Mittelstandsbank konzentrieren. Die Schiffsfinanzierung wird künftig in Hannover beim Mutterkonzern konzentriert. Er fuhr im vergangenen Jahr ebenfalls einen Verlust in Höhe von 1,96 Milliarden Euro ein – vor allem wegen der im Januar übernommenen Bremer Tochter. NordLB-Chef Thomas Bürkle sagte: "2016 war ein besonderes Jahr mit harter Herausforderung.“

Eine Bündelung des Kapitalmarktgeschäfts beider Geldhäuser ist ebenfalls geplant. Die BLB bleibt somit auch nach der Komplettfusion als Marke erhalten. Ihre Standorte in Bremen und Oldenburgs sind in ihrem Bestand nicht gefährdet. Niedersachsen ist Haupteigentümer der NordLB - neben Sachsen-Anhalt, dem Sparkassenverband Niedersachsen, dem Sparkassenbeteiligungsverband Sachsen-Anhalt und dem Sparkassenbeteiligungszweckverband Mecklenburg-Vorpommern. (wk/dpa)

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