Spielzeug zum Fest Diese Spielwaren sind in Bremen gefragt

Viele Bremer legen ihren Kindern in diesem Jahr Light Stax und Hatchimals unter den Weihnachtsbaum. Doch auch andere Spielzeuge sind dieses Weihnachtsfest in Bremen Trend. Wir haben uns umgehört.
Lesedauer: 4 Min
Zur Merkliste
Diese Spielwaren sind in Bremen gefragt
Von Carolin Henkenberens

Viele Bremer legen ihren Kindern in diesem Jahr Light Stax und Hatchimals unter den Weihnachtsbaum. Doch auch andere Spielzeuge sind dieses Weihnachtsfest in Bremen Trend. Wir haben uns umgehört.

Sie sind flauschig, süß und zu Weihnachten in diesem Jahr der Riesenhit: Hatchimals. „Hier rufen täglich Leute an und fragen nach den Dingern“, berichtet Mirko Sanders vom Spielwarengeschäft Sanders in Findorff. Die Anrufer muss Sanders aber enttäuschen: Die kleinen Plüschküken, die nach einiger Zeit und nach ausreichender Fürsorge aus einem Ei schlüpfen, sind seit Wochen ausverkauft. Nicht nur bei ihm, sondern fast überall.

Egal ob ferngesteuerte Drohne, Carrera-Bahn oder Gesellschaftsspiel: Spielwaren stehen zu Weihnachten weit oben auf der Liste der häufigsten Geschenke. Wie bei Mode gibt es jedes Jahr besondere Spielzeugtrends, supercoole Teile, die die Kinder nach den Ferien auf dem Schulhof stolz ihren Mitschülern präsentieren. Mal sind es Tretroller, mal Figuren und jetzt eben Hatchimals.

„Der Hype um die Hatchimals ist vergleichbar mit jenem um die Tamagotchis“, sagt Willy Fischel, Geschäftsführer des Bundesverbands der Spielwareneinzelhändler. Dabei sind Hatchimals – eine Wortkreation aus „Animal“ (Tier) und „to hatch“ (schlüpfen) – kein günstiges Geschenk: Mindestens 70 Euro kosten sie.

Lego und Playmobil verkaufen sich gut

Und was sind sonst gefragte Geschenke unter dem Tannenbaum? „Am besten verkaufen sich immer noch Lego und Playmobil“, sagt die Geschäftsführerin von Galeria Kaufhof in der Bremer Innenstadt, Dorothee Uhle. Mit Blick auf die Wachstumsraten der beiden Unternehmen überrascht das wenig: Lego legte 2015 ein Umsatzwachstum von 25 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro hin. Auch Playmobil verzeichnete 2015 ein Rekordgeschäft in der 42-jährigen Unternehmensgeschichte: 558 Millionen Euro Umsatz.

Neu und deshalb besonders beliebt in diesem Jahr sind Uhle zufolge das Playmobil-Kreuzfahrtschiff und die Star-Wars-Ausgabe von Lego. Für Mädchen würden gerne Figuren von Schleich gekauft, zum Beispiel Pferde. Hoch im Kurs liegen laut der Geschäftsführerin in diesem Jahr auch Carrera-Bahnen und Spielzeugdrohnen. Bei den Gesellschaftsspielen für Kinder sei Mister Pups der Verkaufshit. Bei diesem Spiel müssen Kinder auf ein Gerät drücken, das unverhofft ein Furzgeräusch von sich gibt.

Die Spielwarenbranche steht insgesamt gut da: Nach einem guten Jahr 2015 mit einem Plus von sechs Prozent wird auch in diesem Jahr wieder ein Umsatzplus von drei Prozent erwartet. Die Verbraucher in Deutschland werden in diesem Jahr mehr als drei Milliarden Euro für Spielwaren ausgeben – so viel wie noch nie. Das Weihnachtsgeschäft macht dabei einen Anteil von 40 Prozent aus.

Gesellschaftssspiele zu Silvester

„Wir profitieren von dem Heirats- und Babyboom“, erklärt Fischel vom Verband der Spielwarenhändler. Im Jahr 2015 sei die Geburtenrate um 3,2 Prozent und die Zahl der Hochzeiten um 3,6 Prozent gestiegen. Und wo Kinder im Haus sind oder welche erwartet werden, würde schließlich auch Spielzeug gekauft.

Doch nicht nur Kinder erfreuen sich an Spielwaren. Für Silvester würden viele Gesellschaftsspiele gekauft, sagt Jürgen Münzer, Geschäftsführer des Ladens Spielerei in der Östlichen Vorstadt. Wie auch bei Galeria Kaufhof wird dort Monopoly besonders oft verkauft. Ebenfalls beliebt sei das Spiel Time Stories, sagt Münzer, der die Regeln sämtlicher Gesellschaftsspiele kennt und ratlose Kunden gern und ausführlich berät.

Time Stories, erklärt er, ist ein anspruchsvolles Rätsel, das an die Aufgaben in sogenannten Escape Rooms angelehnt sei. Dies ist ein Freizeittrend, bei dem sich eine Gruppe aus einem Raum befreien muss, indem sie Rätsel löst. Time Escape könne kann man also nur ein Mal spielen, dafür dauert es laut Münzer mehrere Stunden.

"Light Stax kommen super an"

Das Spiel des Jahres kann Münzer ebenfalls empfehlen, aber anders als auf der Verpackung angegeben sei Codenames für Kinder zu schwierig. In dem Spiel geht es darum, mit einem Wort einen Code für mehrere Bedeutungen zu geben und von Mitspielern erraten zu lassen.

Bei den Spielzeugen haben Münzer und seine Mitarbeiter in diesem Jahr außerdem einen ganz besonderen Trend festgestellt: Den zu nachhaltigen, anthroposophischen Spielzeugen. „Die Walldorf-Spielzeuge aus Holz hatten wir schon immer im Sortiment, aber dieses Jahr werden die wirklich sehr viel gekauft“, berichtet Münzer. Die Spielzeuge sind nicht lackiert und regen das freie, kreative Spiel der Kinder an – nach der Idee des Reformpädagogen Rudolf Steiner.

Eine Topneuheit auf dem Spielzeugmarkt sind Light Stax, sagt Münzer und zeigt bunte Steinchen, die kleine LEDs verbaut haben und auf Knopfdruck leuchten. Sie sind mit Lego kompatibel. „Die sind erst seit Herbst erhältlich und kommen super an“, sagt Münzer. Danach zeigt er einen Würfel, der als Abspielbox für Hörspielgeschichten oder selbst aufgenommene Botschaften dient. Die Toniebox ist per Klopfen auf die linke oder rechte Seite steuerbar. „Immer wenn man denkt, es gäbe schon alles, kommt wieder eine gute Idee“, sagt er. Das ist das Weihnachten des Spielwarenhändlers.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+