Bremer Präses appelliert an Betriebe Handwerk soll mehr Nachwuchs ausbilden

Bremen. Zum "Tag des Ausbildungsplatzes" ruft der Präses der Bremer Handwerkskammer Jugendliche auf, sich im Handwerk zu bewerben. Zugleich appelliert er an Betriebe, eigenen Fachkräftenachwuchs zu sichern und benachteiligte Jugendliche auszubilden.
07.05.2012, 09:55
Lesedauer: 1 Min
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Bremen. Zum heutigen, bundesweiten "Tag des Ausbildungsplatzes" ruft Joachim Feldmann, Präses der Handwerkskammer Bremen, Jugendliche auf, sich im Handwerk zu bewerben. Zugleich appelliert er an alle Betriebe, Ausbildungsplätze zu schaffen und somit eigenen Fachkräftenachwuchs zu sichern.

Zudem ermutigt Feldmann die Handwerksbetriebe, über den eigenen Bedarf hinaus auszubilden und auch benachteiligten Jugendlichen eine Chance zu geben. Wer benachteiligte Jugendliche, zu denen unter anderem junge Menschen ohne Schulabschluss oder junge Migranten zählen, ausbildet, könne überdies mit ausbildungsbegleitenden Hilfen rechnen, so der Präses der Bremer Handwerkskammer.

Ausbildungsbegleitende Hilfen sind zum einen Leistungen der Agentur für Arbeit. Zum anderen gehören dazu Maßnahmen, mit denen zum Beispiel Sprach- und Bildungsdefizite abgebaut werden oder Jugendliche sozialpädagogisch begleitet werden. Mit Kompetenzcheck und Praktikum hilft das Projekt der Handwerkskammer "BeIm Handwerk" Schülern der 9. und 10. Klassen bei der Berufsorientierung.

Allen Jugendlichen rät der Präses, sich ein breiteres Spektrum an Berufen anzuschauen und sich rechtzeitig zu bewerben. "Es gibt üblicherweise mehr als nur einen Wunschberuf", sagt er. Gleichzeitig werden die Bewerber gebeten, nicht durch Zusagen an verschiedene Betriebe Ausbildungsplätze für andere Interessenten zu blockieren. "Dies wäre doppelt unfair: Zum einen gegenüber den Betrieben, die sich auf den neuen Azubi einstellen, und zum anderen gegenüber allen Jugendlichen, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind", sagt Feldmann.

Über freie Ausbildungs- und Praktikumsplätze informiert neben der Agentur für Arbeitdie Lehrstellenbörse der Bremer Kreishandwerkerschaft unter www.bremen-handwerk.de. Aktuell gebe es noch viele freie Plätze, heißt es. Auch auf dem job4u-Ausbildungsportal gibt es eine Ausbildungsbörse unter www.job4u-bremen.de.

Pro Jahr schließt das bremische Handwerk 1.300 neue Ausbildungsverträge ab. Das Handwerk sei speziell auch für Migranten interessant, wirbt die Handwerkskammer Bremen. Es biete eine Chance auf Selbständigkeit und auf einen schnellen, beruflichen Aufstieg. Zudem sei es eine immer reizvoller werdende Alternative zum Studium für Abiturienten. (bde)

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