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HHLA wartet auf Antwort

Die Sondierungsgespräche über eine Zusammenarbeit im Containergeschäft zwischen der HHLA sowie Eurokai und BLG sind ins Stocken geraten. Warum die HHLA nun auf Antwort aus Bremen wartet.
13.02.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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HHLA wartet auf Antwort
Von Peter Hanuschke
HHLA wartet auf Antwort

Die Sondierungsgespräche über eine Zusammenarbeit im Containergeschäft zwischen der HHLA sowie Eurokai und BLG sind ins Stocken geraten. Wie die weitere Verhandlungsprozess aussehen kann, dazu hat die HHLA einen Vorschlag gemacht.

Christian Charisius

Über ein halbes Jahr ist es her, dass der Hamburger Hafenkonzern HHLA zu Gesprächen über eine mögliche Zusammenarbeit mit zwei Wettbewerbern informierte. In einer Ad-hoc-Mitteilung hieß es Ende Mai: Das SDax-Unternehmen will Sondierungsgespräche mit dem lokalen Branchennachbarn Eurokai und dem Bremer Logistik-Konkurrenten BLG Logistics führen. Konkret geht es um eine Kooperation im deutschen Container-Terminalgeschäft zwischen der HHLA und Eurogate, dem Tochterunternehmen von Eurokai aus Hamburg und der Bremer BLG.

Und was ist seitdem passiert? Es gab in den Sommermonaten erste Gespräche, dabei sei es aber nicht um strategische Inhalte gegangen, sondern mehr darum, wo denn der Sitz einer solchen Gesellschaft sein könnte. Auch soll Corona dafür gesorgt haben, dass es nur wenige Gesprächstermine gegeben hat. Seitdem herrsche zwischen den Parteien aber Funkstille, heißt es aus dem Umfeld der beteiligten Unternehmen. Gemeinsam hätten die in Deutschland marktbeherrschenden Terminalbetreiber derzeit wohl nur, dass beide mehrheitlich im Eigentum der jeweiligen Städte sind.

Öffentlich äußern sich beide Unternehmen nicht zum Stand der Verhandlungen. Nach Informationen des WESER-KURIER sieht die HHLA den Ball aber klar im Spielfeld der BLG. Denn der Hamburger Logistikdienstleister warte auf eine Antwort aus Bremen. Im Dezember hatte die HHLA demnach den BLG-Verantwortlichen schriftlich einen Vorschlag für den weiteren Verhandlungsprozess mit einem Zeitplan unterbreitet, in dem klar geregelt ist, welche strategischen Inhalte wann besprochen werden müssten. Wann ein Ergebnis vorliegen sollte, dazu hat HHLA-Chefin Angela Titzrath klare zeitliche Vorstellungen: Sie würde es begrüßen, wenn man sich bis zum Jahresende auf wesentliche Fragen verständigt hätte, sagte Titzrath im Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“. Darin bekräftigte die HHLA-Vorsitzende auch noch einmal, dass sie eine Kooperation grundsätzlich für unternehmerisch sinnvoll halte.

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