Kommentar über den Industrie-Club Netzwerk

Frischer Wind in alteingesessenen Vereinen, wie dem Industrie-Club Bremen, ist gut. Dennoch sollte die Erfahrung der älteren Mitglieder nicht verloren gehen, meint Florian Schwiegershausen.
11.06.2017, 20:25
Lesedauer: 1 Min
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Netzwerk
Von Florian Schwiegershausen

Das hat es so noch nicht gegeben in den 36 Jahren, in denen der Industrie-Club Bremen besteht. Hatte sich der achtköpfige Vorstand des Vereins gedacht, dass seine erneute Wahl für weitere zwei Jahre eher nur eine Formsache ist, sieht das inzwischen anders aus. Denn nun ist bekannt geworden, dass es insgesamt sechs Gegenkandidaten gibt.

Fünf der Kandidaten sind altersmäßig deutlich unterhalb des 50. Lebensjahres und arbeiten in der Unternehmensberatung oder in Wirtschaftskanzleien – also in industrienahen Bereichen. Der Verein hat als eine der wichtigen Aufgaben für die Mitglieder die Funktion des Netzwerkens. Aber der amtierende Vorstand hat über das Netzwerk nichts von den Gegenkandidaten erfahren, beziehungsweise später als andere.

Klar ist das alles demokratisch legitim. Aber transparent erscheint das nicht – oder wie es der amtierende Präsident ausdrückt: hanseatisch. Doch frischer Wind in alteingesessenen Vereinen tut immer gut. So ist auch dem Industrie-Club Bremen zu wünschen, dass er davon profitiert, wenn sich jüngere Mitglieder engagieren wollen. Aber bitte so, dass die Erfahrung der älteren Mitglieder dabei nicht verloren geht!

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