Belgier übernimmt Aufgabe Schon wieder neuer Deutschland-Chef für AB Inbev

Die Abstände des Wechsels bei AB Inbev werden kürzer: Nach sieben Monaten als Deutschland-Chef verlässt Florian Weins auf eigenen Wunsch das Unternehmen. Sein Nachfolger kommt aus Belgien nach Bremen.
24.10.2019, 15:01
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Schon wieder neuer Deutschland-Chef für AB Inbev
Von Florian Schwiegershausen

Vergangenen Freitagabend war der AB-Inbev-Deutschland-Chef Florian Weins noch auf dem Freimarkt in der Königsalm mit dabei, als Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) das Fass anstach. Da hat er bereits gewusst, dass es für ihn der letzte Fassanstich auf dem Freimarkt in seiner Funktion sein wird. Denn der 35-Jährige wird das Unternehmen bereits Ende Oktober verlassen. Diese Entscheidung hat der als bodenständig geltende Manager aus persönlichen Gründen zugunsten seiner jungen Familie getroffen, wie eine Sprecherin des Unternehmens mitteilte. Am Donnerstag hat Weins die Mitarbeiter informiert.

„Wir danken Florian Weins sehr für seinen außerordentlichen Einsatz und sein Engagement und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“, so Fabio Sala, der Europa-Chef.

Den Posten des Deutschland-Chefs hatte Weins offiziell erst im März angetreten, nachdem er zuvor gut drei Jahre auf Teneriffa Chef der zu AB Inbev gehörenden Compañía Cervecera de Canarias war. Kanaren-Urlaubern sollte sie bekannt sein wegen der lokalen Marken Dorada und Tropical. In Weins Monaten als Deutschland-Chef fiel die Entscheidung, dass die Hasseröder-Brauerei Teil von AB Inbev bleibt und nicht weiter verkauft wird. Außerdem wurde im August bekannt, dass AB Inbev für alle Biere der Münchener Craft-Bier-Brauerei Crew Republic den Vertrieb übernimmt.

AB Inbev verliert mit Weins Weggang eine Führungskraft, die eigentlich langfristig auf Aufgaben wie diese vorbereitet wurde. Sein Nachfolger steht bereits fest und wird den Job zum 1. November antreten: Der Belgier Michel Pepa ist 30 Jahre alt und momentan in der AB-Inbev-Zentrale verantwortlich für das Ertragsmanagement für die Märkte Deutschland, Belgien und Luxemburg. Im belgischen Leuven, dem Stammsitz von AB Inbev, hat Pepa auch studiert. Pepa, der unverheiratet ist und keine Kinder hat, wird sich also nun in Bremen eine Wohnung suchen. Seine Erfahrungen aus dem Ertragsmanagement, das sich auch mit der Preisgestaltung beschäftigt, werden für den deutschen Markt nicht von Nachteil sein, der zu den wichtigsten der Welt gehört. „Wir freuen uns, dass wir mit Michel Pepa einen Kollegen für diese Position berufen haben, der die Wachstumsziele für das deutsche Geschäft weiter vorantreiben kann“, so Fabio Sala.

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Auf dem deutschen Markt ist zu beobachten, dass sich die leichten Preiserhöhungen im Handel vom Jahresanfang mit etwa zehn Prozent nicht durchsetzen konnten. Zum April und Mai hin stieg bei den Einzelhändlern der Angebotspreis für eine Kiste Premiumbier von zehn auf etwa elf Euro. Inzwischen sind wieder Angebotspreise – auch für eine Kiste Beck’s – von zehn Euro pro Kiste zu beobachten. Von einigen Premiumbieren wird sogar dieser Angebotspreis inzwischen durchbrochen. Angesichts steigender Rohstoffpreise hätten die Produzenten diese Preiserhöhung allerdings eigentlich gut gebrauchen können.

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