Der vergessene Weihnachtsmarkt

Überall duftet es nach gebrannten Mandeln, Glühwein und Apfelpunsch: Die Weihnachtsmärkte der Hansestadt haben seit Montag geöffnet. Doch wie hinkommen? Die Hochbahn hat zusammen mit der S-Bahn einen Plan herausgebracht, auf dem sie eine Übersicht gibt.
02.12.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Mona Adams

Überall duftet es nach gebrannten Mandeln, Glühwein und Apfelpunsch: Die Weihnachtsmärkte der Hansestadt haben seit Montag geöffnet. Doch wie hinkommen? Die Hochbahn hat zusammen mit der S-Bahn einen Plan herausgebracht, auf dem sie eine Übersicht gibt. Liebevoll wurde jeder Weihnachtsmarkt an der passenden U- oder S-Bahn-Station mit einem winterlichen Symbol eingezeichnet. Jeder? Nun ja. Nicht ganz. Der Adventsmarkt am Atelierhaus in Wilhelmsburg ist noch drauf. Doch danach ist Schluss. Südlich der Elbe ist der Plan ganz einfach abgeschnitten. Die Empörung ist groß: Der Harburger Weihnachtsmarkt fehlt. Dabei wurde der gerade erst ausgezeichnet. Die Zeitschrift „Geo“ wählte ihn zum schönsten Hamburgs. „Wer dem Trubel der Hamburger Innenstadt entfliehen möchte, für den ist ein Sprung über die Elbe genau das Richtige“, steht dort. Dass der große Trubel ausbleibt, könnte dank des Bahnplans nun auch so bleiben.

Hier sieht es ja aus wie im Schweinestall. Wirklich wahr. Aktivisten von Greenpeace haben in dieser Woche eine Lidl-Filiale in Hamburg in einen Schweinestall verwandelt. Nicht etwa mit Gülle und Matsch – es wäre ihnen zuzutrauen gewesen –, nein, sie haben jedes Fenster einer Filiale mit Bildern eines Schweinestalls beklebt: mit Schweinen in engen, dunklen Ställen. Doch damit nicht genug: für das wirklich getreue Erlebnis wurde über Lautsprecher eine Aufnahme der Geräuschkulisse aus einem Schweinestall abgespielt. Quiek, quiek, quiek. Ton und Bilder sollen zeigen, was keiner sehen will. Mit der Aktion protestiert Greenpeace gegen die ihrer Meinung nach nicht artgerechte Haltung von Schweinen und fordert, die Herkunft des Fleisches im Supermarkt klar zu deklarieren. Und die Reaktionen? Greenpeace findet die Aktion vermutlich super, Lidl wohl nicht so sehr. Und die Verbraucher? Die bemängeln, dass nur Lidl sein Fett wegkriegt, schließlich seien andere Discounter genauso betroffen. Obacht Aldi, Penny, Netto. Ich würde schon mal einen Fensterputzer auf Abruf buchen.

Ach der kleine Fiete. Seit Tagen und Wochen wird der Hamburger Jung-Fußballer angepriesen, gelobt, geherzt. 17 Jahre und schon ein Star. Der Kicker des Hamburger Sportvereins wird hoch gehandelt. Ohne ihn geht wohl gar nichts mehr, heißt es. Dass er am Freitagabend fast nicht auf dem Platz gegen Freiburg gestanden hätte: eine Katastrophe. Schuld daran ist seine Unschuld. Der süße Fratz ist nicht volljährig, und damit greift bei seiner Arbeitszeit Pa­ra­graf 14, Ab­satz 7 des Ju­gend­ar­beits­schutz­ge­set­zes. Demnach dürfen Jugendliche nur in der Zeit von 6 bis 20 Uhr beschäftigt werden. Anpfiff von SC Freiburg gegen den HSV war aber um 20.30 Uhr. Gut, wer die Ausnahme kennt: Bei Musikaufführungen, Theatervorstellungen und anderen Aufführungen, bei Aufnahmen im Rundfunk, auf Ton- und Bildträger sowie bei Film- und Fotoaufnahmen dürfen Jugendliche bis 23 Uhr gestaltend mitwirken. Und so gab die Be­hör­de grünes Licht für das Rampenlicht – oder besser: für die etwas „andere Aufführung“ des HSV.

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