Apothekerin Christa Kling bringt frischen Wind in die Neptun Apotheke Seit 95 Jahren „echt Walle“

Die alte Dame ist 95 Jahre alt geworden, aber das sieht man ihr kein bisschen an. Die Rede ist von der Neptun Apotheke, und verantwortlich für die Verjüngungskur ist Christa Kling.
28.01.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Anke Velten

Die alte Dame ist 95 Jahre alt geworden, aber das sieht man ihr kein bisschen an. Die Rede ist von der Neptun Apotheke, und verantwortlich für die Verjüngungskur ist Christa Kling. Die Pharmazeutin hat die Traditionsadresse im September des vergangenen Jahres übernommen und gründlich aufgefrischt. Mitte Januar stellte sie sich und ihr Team im Stadtteil vor und konnte sich über großzügige Willkommensgeschenke freuen: Kling hatte sich potenzielle Stammzellspender für die Datei der Stefan-Morsch-Stiftung gewünscht, und viele Waller ließen sich vor Ort gern registrieren.

Bei heißem Punsch und Berlinern nahmen viele Einweihungsgäste die Gelegenheit wahr, sich in Ruhe anzuschauen, was sich verändert hat: Aufwendige Renovierungsarbeiten brachten die Neptun Apotheke optisch und technisch auf den neuesten Stand. Außerdem konnten sie die frisch gebackene Waller Gesundheitsexpertin persönlich kennenlernen, die viel Berufserfahrung und genau so viel Lust auf ihre neue Aufgabe mitbringt. „Walle ist ein spannendes, lebendiges Viertel“, schwärmt die Apothekerin. Kling stammt aus Freiburg im Breisgau, studierte Pharmazie in ihrer Heimatstadt und Berlin und kam beruflich viel in der Republik herum – mit einem unverkennbaren Hang in den Norden. „Ich habe mich nach und nach hochgearbeitet“, sagt sie. In den vergangenen Jahren führte Kling eine Apotheke in Achim, war privat aber bereits seit 15 Jahren in Bremen verwurzelt. Als Karl Straschil eine Nachfolge für die Apotheke suchte, die vier Jahrzehnte lang sein Arbeitsplatz war, griff sie gern zu.

Kling hat eine regelrechte Waller Institution übernommen. Die Chronik beginnt 1920, als Heinrich Blum seine Apotheke an der Nordstraße/Ecke Neptun Straße gründete. Der Namen des römischen Wasser- und Meeresgottes passte gut, da die Neptun Apotheke mit ihrem Standort am Rand des Hafens auch als „Schiffsapotheke“ bekannt war. 1937 übernahm der Twistringer Heinrich Kerk die Leitung der Apotheke. Nach der Zerstörung des Geschäftshauses im August 1944 zog die Apotheke in den Nachkriegsjahren in eine ehemalige Drogerie an der Bremerhavener Straße, später in eine leer stehende Gaststätte am Steffensweg. 1952 fand sie schließlich ihren heutigen Standort an der Ecke Elisabethstraße/Bremerhavener Straße. Auf Heinrich Kerk folgte dessen Sohn Heinz. Mitte der 1970er Jahre schließlich übernahm Christa Klings unmittelbarer Vorgänger Karl Straschil die Leitung.

Vielsprachiges Team

Kling ist qualifizierte Beraterin des Centrums für Reisemedizin (CRM) und somit eine gut geschulte Ansprechpartnerin für alle, die es in die Ferne zieht: Auch das passt gut in die Firmenchronik der einstigen „Schiffsapotheke“. Das Reisen gehört auch zu ihren privaten Leidenschaften, sagt die 58-Jährige. Und auch ihr zweites großes Hobby nutzt sie zum Vorteil ihrer Kundschaft: Die begeisterte Reiterin und Tierliebhaberin hat immer ein offenes Ohr, wenn Frauchen und Herrchen einen medizinischen Rat für ihr Haustier suchen. Die Neptun Apotheke bietet sämtliche Leistungen an, die die Waller von einer modernen Apotheke erwarten. „Echt Walle“ ist die Tatsache, dass hier wirklich weltgewandt kommuniziert wird: Neben Deutsch und Englisch gehören auch rumänisch, türkisch und russisch zu den Umgangssprachen.

Neptun Apotheke, Elisabethstraße 41, die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 8.30 bis 13 Uhr und 15 bis

18.30 Uhr, sonnabends ist von 9 bis 12 Uhr geöffnet; Informationen unter Telefon 38 31 38,

im Internet unter www.neptun-apotheke-bremen.de oder per per E-Mail an info@neptun-

apotheke-bremen.de.

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