Erstes Jahresprogramm Bassumer Landfrauen starten durch

Birgit Meyer-Borchers ist seit zehn Jahren die Vorsitzende des Landfrauen-Vereins in Bassum und kann den Programm-Start nicht abwarten. Die Frauen haben sich abwechslungsreiche Veranstaltungen ausgedacht.
21.06.2021, 12:14
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Bassumer Landfrauen starten durch
Von Tobias Denne

Bassum. Birgit Meyer-Borchers hat Bock. So richtig Bock. „Ich liebe meine Landfrauen. Und das Feedback, das pusht richtig. Ich habe ein tolles Team“, freut sich die Vorsitzende des Bassumer Vereins. Sicher: Die Corona-Pandemie hat dafür gesorgt, dass vieles umgeplant werden musste, aber auf dem Tisch liegt das fertige Jahresprogramm der Bassumer Landfrauen. Richtig gelesen: Jahresprogramm. „Das erste Mal, dass wir Programm bis Dezember haben“, sagt Meyer-Borchers. Normalerweise, und das wissen die Landfrauen-Fans, gibt es die Veranstaltungen, Workshops, Reisen immer zweimal im Jahr im Flyer-Format. Und für die 600 Mitglieder und Interessierten, die keine Mitglieder sind, haben sich die Landfrauen richtig etwas einfallen lassen.

Reisen: Vom 25. Juli bis zum 1. August geht’s nach Wittenberg. „Wir fahren auf jeden Fall“, versichert die Vorsitzende. In der Stadt Martin Luthers warten auf die Teilnehmerinnen nicht nur eine Stadtführung und Besichtigung des Lutherhauses, auch zieht es die reiselustigen Frauen in die Weinregion Saale-Unstrut, in die, wie Meyer-Borchers mitteilt, „Toskana des Nordens“. Einen edlen Tropfen werden sich die Mitfahrerinnen sicher auch genehmigen.

Mit weniger Wein, dafür mit mehr gesünderen Drinks geht es für drei Tage auf Oma- beziehungsweise Mutter-Kindfahrt nach Haren an der Ems zum Schloss Dankern. Dort finden sich Freizeitangebote für jede Altersgruppe, der Dankernsee und Ferienhäuser und natürlich „gibt es hier alles für den Grillabend“, darf das Essen laut Meyer-Borchers nicht zu kurz kommen. Aber Achtung: Die Fahrt vom 20. bis 22. August ist schnell ausgebucht, es sind nur noch zwei bis drei Plätze frei.

„Radtouren sind sehr beliebt“, weiß die Frau aus Hallstedt. In Zeiten von E-Bikes kein Wunder, stellen doch nun auch hügelige Landschaften kein Problem mehr da. Daher sind auch nur noch wenige Plätze für die Radreise „Hase-Harmonie-Tour“ (6. bis 8. September) frei. „Unser Radweg führt vorbei an romantischen Schlössern, majestätischen Mühlen, verborgenen Artlandhöfen und alten Schleusen“, macht sie die Tour so schmackhaft, dass man gleich den Akku vom E-Bike aufladen will. „Zum ersten Mal gönnen wir uns einen Radreiseleiter“, freut sich nicht nur Meyer-Borchers auf die Informationen eines Experten vor Ort.

Mit Fachkundigen erkunden die Teilnehmer in Bremen die Unterwelt und die Union Brauerei am 28. und 30. September. Es geht zu den Bunkern, Krypten und Kulissenkellern. „Dabei entriegeln wir Räume, die nur schwer zugänglich sind“, betont Meyer-Bochers. Und wo Bremer Craftbiere herkommen, das finden die Teilnehmer später am Tag heraus. Wo kommen die Zutaten her, wie wird das Bier gebraut und was verbirgt sich hinter der Philosophie vom freien Brauen? Zurück geht’s natürlich nicht ohne eine Verköstigung vorher.

Sport: Den Hintern hochbekommen, das können die Landfrauen. So probieren sie sich im August am Bogenschießen („Wir nehmen jedes Jahr eine neue Sportart ins Programm“). Denn: Mit Pfeil und Bogen umzugehen, das sieht einfach aus. Ist es aber nicht. Daher kommt die Bogensparte des SV Bassum von 1948 vorbei und hilft beim Einspannen.

Kultur: Wer es etwas ruhiger mag, dem sei der Landfrauen-Kultur-Sommer ans Herz gelegt. Am 28. August tritt das Duo Goldilocks And The Nightingale im Zuge des Gartenkulturmusikfestivals im Garten der Familie Bolte auf. "Die Gäste gestalten ihr eigenes kleines oder großes Picknick selbst", heißt es dazu. Auf die Augen statt auf die Ohren gibt es am 13. Oktober im Rathaus. Dort wird ein Überraschungsfilm über drei afroamerikanische Mathematikerinnen in den 1960er-Jahren gezeigt. 

Ich habe
ein tolles
Team.“
Birgit Meyer-Borchers

Neu im Programm: Rommé. „Es sind Frauen auf mich zugekommen und haben gefragt, ob man einen Rommé-Nachmittag machen kann“, erinnert sich Meyer-Borchers. Kann man, und zwar am 24. September. Welche Regeln genau gelten, das soll zu Beginn geklärt werden.

Trotz des abwechslungsreichen Programms muss Meyer-Borchers zugeben, „es ist schon komisch“.  Das erste Mal seit zehn Jahren war sie als einzige Vorsitzende der Bassumer Landfrauen für das Programm des Jahres verantwortlich. Erst vor einem Jahr hatte Gisela Buschmann ihren Posten abgegeben, sodass Meyer-Borchers nun als alleinige Vorsitzende die Zügel in der Hand hat. Wobei das nicht ganz richtig ist, denn mit Hannelore Vogt und Corinna Laging trifft sich die Hallstedterin einmal im Monat, um über die Landfrauen zu sprechen und Dinge zu planen. Arbeitsteilung sozusagen – so wie auch beim Verein insgesamt. Denn nachdem klar wurde, dass Buschmann aufhört, wurden die Aufgaben auf die Mitglieder anders verteilt. Jemand der Bock auf Reisen hat, plant Reisen. Eine andere kann mehr etwas mit Workshops oder Frühstücken anfangen? Kein Problem, dann organisieren diese eben die Veranstaltungen. „Jeder kann seine Qualität einbringen. Und wenn jemand Bock hat, dann steht er auch dahinter“, ist Meyer-Borchers überzeugt. Wie sie selbst, die seit zehn Jahren Bock auf den Landfrauen-Verein hat.

Zur Sache

Das war noch nicht alles

Das ganze Programm der Bassumer Landfrauen für das Jahr 2021 finden Interessierte auf der Internetseite der Landfrauen (www.landfrauen-bassum.de). Dort sind auch die Anprechpartner für die Veranstaltungen und die Anmeldemodalitäten zu finden.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+