Jeebeler bringt achte CD heraus

Neues vom "Dididoktor"

Zu seinem achten Machwerk hat der Jeebeler Arzt im Ruhestand Diedrich Heumann, besser bekannt als Dididoktor, nun angesetzt. Die CD ist ab sofort erhältlich.
27.09.2021, 15:42
Lesedauer: 2 Min
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Von Maike Plaggenborg

Weyhe-Jeebel. 18 Lieder und die achte CD: Der Dididoktor, der in Wahrheit Diedrich Heumann heißt und Arzt im Ruhestand ist, hat erneut in die Tasten gehauen und ein weiteres Werk produziert. Der Titel dieses Mal: "In Weyhe ist es schön". Bildlich wie musikalisch geht es bei dem Tonträger aber nicht nur um seine Liebe zur Wesergemeinde, sondern auch um die Not rund um Corona – immer wieder aber auch ums Mutmachen.

Der Titel schmückt ein Cover, das gleich vorne dran das Rathaus zeigt, innen den Alten Spieker in Lahausen, den Kirchweyher Bahnhof, die Sudweyher Wassermühle und das Weyher Theater, dazu Kirchen und Landschaftsbilder. Dabei geht es nur in Lied Nummer zwei um die Gemeinde, in der der gebürtige Niederbührener seit 36 Jahren lebt und das offenbar gerne und mit einem Hang zur Natur.

Beinahe hätte der 82-Jährige genau diesen zum Teil seines Berufes gemacht. "Ich musste erst auf dem elterlichen Hof arbeiten", berichtet er. Er hatte Landwirt gelernt. Der wollte er aber nicht werden. Auf der Landbauschule in Elsdorf bei Uelzen, eine privilegierte Schule für Bauernsöhne, wie er sagt, hätten ihm die Lehrer gesagt, er solle etwas anderes machen. Sie empfahlen ihm das Abitur, was Heumann auch schließlich an einem Abendgymnasium absolvierte. Während seines Wehrdienstes, den er ablehnte und erst später den Status als anerkannter Kriegsdienstverweigerer erhielt, arbeitete er im Sanitätsdienst. So fand er den Weg ins Medizinstudium und auch nach Hamburg. "Da habe ich meine Frau kennengelernt", sagt er und ergänzt: "an einer Leiche". Beide, auch seine Frau ist Ärztin, mussten während des Studiums das Präparieren lernen.

Nach zwei Jahren als Intensivarzt am Uniklinikum Eppendorf – während dieser Zeit promovierte er – wurde der Jeebeler Facharzt für Inneres und ließ sich in einer Praxis in Arsten nieder. Wie in seinem Leben spielt die Medizin auch in seiner Musik eine Rolle. So erzählt er im "Corona-Lied" die Geschichte eines Mannes, "der schwer an Corona erkrankte und sie überlebte", heißt es darin. "In der Klinik fest verkabelt, an Schläuchen angeklemmt. Im Hals den Atem-Tubus, lag ich im letzten Hemd", besingt der Dididoktor das Schicksal des kranken Mannes, der schließlich an die Liebe gebetet habe und das Virus besiegte.

Heumann selbst hatte seine Dienste seinerzeit als freiwilliger Impf-Arzt im Bassumer Impfzentrum angeboten, doch sie wurden nicht benötigt. Dafür verfasste er ein weiteres Lied zum Thema mit dem Titel "Wir lassen uns jetzt impfen" und darin richtet er "ein Dankeschön an viele, den Forscher, Realist. Wir haben´s geschnallt, wie nah die Lebensgrenze ist".

In vielen weiteren Liedern des neuen Machwerks will Heumann wie gehabt Mut und Lebensfreude verbreiten, darunter mit Titeln wie "Mach´s Beste draus", "Muß di nich agern" oder auch "Do wat du wullt".

Für seine Songs hat der 82-Jährige dieses Mal nur sein Keyboard benutzt, wie er sagt. "Da ist alles drauf", sagt er über die Begleitinstrumente, die er eingespielt hat. Aufgenommen hat er alles, ebenfalls wie gehabt, in einem Bremer Studio. Produzieren lassen hat er 500 Exemplare seiner neuen CD, obwohl er meint: "Die Zeiten der CDs sind vorbei". Für diejenigen, die das Werk nicht kaufen möchten – erhältlich ist es bei der Buchhandlung Schüttert, Am Marktplatz 13 in Kirchweyhe, oder via Internetseite www.dididoktor.de – kann seine Musik auch bei Streamingdiensten bekommen. Manche CDs verschenke er auch, verrät Heumann, denn "ich muss da nicht von leben".

Als nächstes freut er sich auf Live-Auftritte, darunter am 5. November in der Vahr. Und: "Ich würde gerne mal was mit den Yankees machen", sagt er über die Weyher Band und denkt an ein Konzert in der Kooperativen Gesamtschule Leeste. "Das Feuer musst du am Laufen halten", meint der 82-Jährige – auch mit Blick auf eine mögliche neunte CD: "Ideen hab ich genug", sagt er.

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