Rat stellt Weichen Neue Kita in Steden

In Holste soll eine neue Kindertagesstätte gebaut werden, die gemeinsam mit Axstedt und Lübberstedt genutzt wird. Ein Gehweg wird teurer als geplant.
15.05.2019, 15:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Peter von Döllen

Hambergen. Die Ratsmitglieder der Gemeinde Holste stellten während einer Sitzung in dieser Woche einige Weichen im Bereich Kinderbetreuung. Zunächst stimmten sie einem neuen Vertrag mit Axstedt und Lübberstedt zu, der die Zusammenarbeit bei der Versorgung mit Krippen- und Kindergartenplätzen regelt. „Eigentlich hatten wir beschlossen, die Zuständigkeit auf die Samtgemeinde Hambergen zu übertragen“, erinnerte Uwe Böttjer (FHL). Doch die beiden Partner hatten sich anders entschieden. Jetzt will sich Holste diesem demokratischen Entschluss beugen und die Zusammenarbeit verlängern.

Bisher nutzen die drei Gemeinden hauptsächlich den Kindergarten in Axstedt. Der ist inzwischen aber viel zu klein. Im Herbst soll eine Übergangslösung in der Grundschule in Axstedt Luft für den Bau einer weiteren Kindertagesstätte schaffen. Sie kann aber nur ein Jahr genutzt werden. „Die Ratsmitglieder aller Gemeinden haben sich beraten“, informierte Holstes Bürgermeister Eckehard Schütt. Dabei wurden abgestimmt, dass der Neubau in Steden erfolgt. Dort kann laut Schütt am schnellsten mit dem Bau begonnen werden. Axstedt hatte zwar einen Standort in der Nähe des bestehenden Kindergartens bevorzugt, sich aber hinter die Abstimmung gestellt und den Bau in Holste-Steden bei einer Ratssitzung bereits beschlossen. In Lübberstedt steht ein offizieller Beschluss noch aus.

Über genauere Zeitabläufe konnte Schütt noch nichts sagen. Klar ist für ihn aber: „Die Gemeinden werden sich wohl dafür verschulden müssen.“ Angedacht sind drei Gruppen. Vollersode plant gerade einen Neubau in ähnlicher Größe. Sie schätzt die Kosten dafür auf 1,6 bis 2,2 Millionen Euro. Weiter genehmigten die Ratsmitglieder, dass die Betreuungszeiten der privaten Kinderstätte um eine Stunde bis 13 Uhr verlängert werden.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt genehmigten die Ratsmitglieder einen Vertrag mit dem Landkreis. Der wird in der zweiten Jahreshälfte einen Radweg entlang der K22 zwischen Oldendorf und Steden bauen. Holste will ihn in Form eines Gehweges in Steden verlängern. Der Vertrag regelt die Errichtung dieses Weges auf Flächen des Landkreises. Der Weg wird für Holste teurer als gedacht, was mit Preissteigerungen begründet wird. Statt der ursprünglich gedachten 95 000 Euro geht die Verwaltung von etwa 130 000 Euro aus. Dafür erhält Holste aber 30 000 Euro aus den „Blitzergeldern“ des Landkreises.

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