Wasser wird knapp

Kein Trinkwasser für Autowäsche

Ab sofort ist es im Kreis Osterholz verboten den Rasen zu sprengen und Blumen zu gießen. Autowäsche und Swimmingpool sind tabu. Der zuständige Verband fürchtet um die Qualität des Trinkwassers.
31.05.2018, 20:02
Lesedauer: 1 Min
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Von Peter von Döllen
Kein Trinkwasser für Autowäsche

Das Gießen und Sprengen ist ab sofort verboten. Der Wasser- und Abwasserverband fürchtet um die Qualität des Trinkwassers. Die großen Mengen, die zurzeit verbraucht werden, könnten Filteranlagen und Leitungsnetze überfordern. Sauberes Trinkwasser für die Menschen hat Vorrang.

Kai Remmers

Landkreis Osterholz. Das warme und trockene Wetter hält an. Das wirkt sich auch auf die Versorgung mit Trinkwasser aus. Der Wasser- und Abwasserverband (WAV) hat deshalb im Landkreis Osterholz angeordnet, die Nutzung von Trinkwasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz zu reduzieren. Ab sofort ist laut Verband die Bewässerung von Wegeflächen, Rasenflächen, Nutz- und Ziergärten, Spiel- und Sportplätzen, das Waschen von Kraftfahrzeugen sowie die Befüllung von Regenwasserzisternen, privaten Schwimmbecken und ähnlichen Einrichtungen untersagt. Der Trinkwasserverbrauch im Haushalt solle so sparsam wie möglich erfolgen. Eine genaue Dauer für das Verbot wird nicht genannt, es gelte zunächst bis zum Ende der derzeitigen Trockenwetterperiode.

Weiter weist der WAV darauf hin, dass es im Trinkwassernetz durch die massiven Entnahmen zu Druckschwankungen und Trübungen des Leitungswassers kommen kann. Die Trübungen entstünden durch Ablösungen von Eisenablagerungen in den Rohrleitungen und seien gesundheitlich unbedenklich.

Vorsicht sei dann allerdings bei der Nutzung des Wassers für gewerbliche Zwecke und zum Waschen von Wäsche geboten. Die Qualität des Trinkwassers werde durch das Gesundheitsamt des Landkreises Osterholz regelmäßig untersucht.

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