"Grand Jam" in Achim Das erste Mal gemeinsam auf der Bühne

Eine Tradition, die durch die Pandemie und den Lockdown 2020 jäh unterbrochen wurde: Dieses Mal soll es den "Grand Jam" im Achimer Kasch wieder geben. Mit von der Partie: Zwei Musiker, die noch nie dabei waren.
16.12.2021, 16:57
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Das erste Mal gemeinsam auf der Bühne
Von Kai Purschke

Erstmals fand der Grand Jam, das Blues- und American-Roots-Festival im Kasch, im Jahr 2008 statt und seitdem ist er eine Zwischen-den-Jahren-Institution im kulturellen Achimer Veranstaltungskalender geworden. Während der Abend im vergangenen Jahr jedoch erstmals wegen des Corona-Lockdown ausfallen musste, soll ihm dieses Mal am Dienstag, 28. Dezember, nichts im Wege stehen. Wie das Kasch-Team mitgeteilt hat, findet der 13. Grand Jam ab 20 Uhr statt – unter Anwendung der 2Gplus-Regel. "Wir hoffen sehr, dass der Grand Jam wieder wie gewohnt locker und mit Spaß und Leidenschaft über die Bühne gehen wird", sagt Susanne Groll vom Kasch. Denn alles in allem stehe einem entspannten Musikgenuss nichts mehr entgegen.

Dafür hätten die Macher der hauseigenen Haste-Töne-Reihe zusammen mit dem im Osnabrücker Land ansässigen Musiker Oliver Geselbracht, genannt Olli Gee, "wieder eine handverlesene Musikermischung zusammengestellt", wie Susanne Groll versichert. Die Herausforderung und die Spannung eines Grand Jam bestehe darin, dass die auserwählten Musiker im Kasch zum ersten Mal in dieser Konstellation zusammenspielen werden. Und doch gelinge es den Akteuren auf der Bühne jedes Mal, "dass sie sich die Bälle sehr routiniert zuwerfen und die Stimmung im großen Saal mindestens zum Sieden bringen". 

Zu den Musikern, die noch nie beim Grand Jam in Achim dabei waren, gehören am 28. Dezember der US-amerikanische Gitarrist und Sänger Jim Kahr sowie der Londoner Keyboarder und Sänger Paul Jobson. Kahr, geboren und aufgewachsen in Chicago, habe sich schon früh in seiner Karriere in der amerikanischen Blues-Szene etabliert. Als Gitarrist/Sänger arbeitete er demnach mit berühmten Künstlern wie Junior Wells, Carey Bell, Jimmy Rogers oder Koko Taylor auf der Bühne. Er kann zudem auf nationale Tourneen und Aufnahmen mit Blues-Ikonen wie John Lee Hooker und dem Bobby Blue Bland Orchestra zurückblicken.

Auch der Londoner Keyboarder/Sänger Paul Jobson kann eine inzwischen 20-jährige Karriere nachweisen. Er stand laut Kasch-Team schon mit Chaka Khan, The Brand New Heavies, The Impressions, Zigaboo Modeliste, Robben Ford und Ben E King auf der Bühne. Zudem sei Jobson bereits dreimal für die British Blues Awards nominiert gewesen, während er sich ebenso in den Genres Soul, Jazz und Funk wohlfühlt. 

Zum weiteren Line Up gehören neben Olli Gee auch Gitarrist Kai Strauss, der sich als Bluesmusiker vor allem in Europa einen Namen gemacht hat. Musikalisch aufgewachsen sei er in „Deutschlands Blueshochburg Osnabrück“, tourte später dann über 15 Jahre lang an der Seite des Texaners Memo Gonzalez. Da habe er sich „mit seiner Intensität einen festen Platz in den Herzen der Bluesgemeinde“ erspielt, hatte der Musiker einst festgestellt. Der Saxofonist und Sänger Tommy Schneller ist neben der Arbeit in seiner eigenen Band auch immer wieder Gastmusiker in  anderen Formationen. Seine Alben „Smiling for a Reason“ (2012) sowie „Backbeat“ (2016) gewannen jeweils den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. Gemeinsam mit dem Bassisten Olli „Gee" Geselbracht gründete er das Label „Out Of Space“. 

Für die Einhaltung der 2Gplus-Regel müssen alle Gäste nachweisbar geimpft oder genesen sein und zusätzlich einen tagesaktuellen, zertifizierten Antigen-Schnelltest vorweisen oder nachweislich eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. Die Gäste werden gebeten, bei Einlass die entsprechenden Nachweise sowie ihren Personalausweis bereitzuhalten. Das Kasch selbst biete auch eine Testung unter vier Augen vor Ort an. Die maximale Auslastung wird bei 50 Prozent liegen. Gelüftet werde komplett mit Außenluft, die erwärmt wird. Karten sind zum Preis von 25 beziehungsweise 23 Euro online unter www.kasch-achim.de erhältlich.

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