Richtfest an der Grundschule Uphusen: An- und Umbau soll Räume für Schüler und Hort-Kinder bieten

Mehr Platz in Sicht

Achim. „Klatscht ihn hoch!“, forderte Schulleiterin Bärbel Haverkamp die Kinder der Grundschule Uphusen auf. Die Kinder taten das kräftig und entsprechend hurtig flog Bürgermeister Rainer Ditzfeld die Stufen am Baugerüst hoch.
30.03.2017, 00:00
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Von Tina Hayessen
Mehr Platz in Sicht

Mehr Platz für die Schüler verspricht der Anbau an die Grundschule, auf dem nun die Richtkrone thront. Zum neuen Schuljahr soll das Gebäude fertig sein.

Björn Hake

Achim. „Klatscht ihn hoch!“, forderte Schulleiterin Bärbel Haverkamp die Kinder der Grundschule Uphusen auf. Die Kinder taten das kräftig und entsprechend hurtig flog Bürgermeister Rainer Ditzfeld die Stufen am Baugerüst hoch. Zum Richtfest kam er ein wenig zu spät, doch die Kinder entschuldigten ihm das auf seine Bitte hin gerne. Schließlich gab es etwas zu feiern: Das Richtfest am Anbau lässt hoffen, dass die neuen Räume für Grundschule und Hort rechtzeitig zum Sommer und dem neuen Schuljahr fertig werden.

„Zwei Hortgruppen, drei Fachunterrichtsräume, einen Unterrichtsraum und einen Gruppenraum“, zählte Ditzfeld auf, was die Handwerker in Uphusen schaffen. „Und ganz wichtig in dieser Zeit: einen Fahrstuhl“, setzte der Bürgermeister nach und sprach damit die immer weiter fortschreitende Inklusion an. Insgesamt 2,75 Millionen Euro habe man in dieses Projekt investiert. „Zwei Millionen Euro?“, fragte ein Kind mit ungläubig-beeindrucktem Tonfall und auch die anderen staunten ob dieser hohen Zahl. Die Schüler – und auch Lehrer – sprach Ditzfeld hiernach erneut an und dankte ihnen, dass sie die vergangenen Monate mit „Lärm, Dreck und anderen Unannehmlichkeiten“ klaglos ausgehalten hätten. „Das ist nicht selbstverständlich.“ Gleichfalls gelte sein Dank den Handwerkern und den Kollegen aus der Verwaltung, die das Vorhaben „in relativ kurzer Zeit umgesetzt“ hätten.

Viel Zeit gibt es auch nicht. Bekannterweise drückt der Schuh bei Schul- und Betreuungsplätzen, gerade im Hortbereich. Zwar betont die Stadtverwaltung immer wieder, dass es sich bei der Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern um eine freiwillige Aufgabe der Stadt handelt, doch das ändert nichts daran, dass viele Familien mit doppelter Berufstätigkeit darauf angewiesen sind. Und der Platzmangel an der Uphuser Grundschule kann schon als sprichwörtlich gelten.

„Auf starken Mauern und festem Grund“, versicherte später der Zimmermann-Vorarbeiter, werde das neue Gebäudeteil stehen. Sein Gedicht blieb nicht unerwidert. Die Kinder der Grundschule hatten da mal was vorbereitet und trugen ein Lied über ihre Schule (die keine Segel hat, aber manchen Sturm erlebt hat in all den Jahren) vor. „Für die Erweiterung gab es nur eine mögliche Lösung“, erinnerte sich der leitende Architekt Harald Meierdierks (Gruppe GME) an den Beginn der Überlegung, wie sich mehr Platz an der Schule schaffen lässt. Man müsse „die beiden Altbauten über Eck miteinander verbinden“.

So stehen der Schule laut Meierdierks bald 830 Quadratmeter mehr Raum zur Verfügung, das gibt eine Gesamtfläche von 3453 Quadratmetern. Damit Alt- und Neubau auch zusammenpassen, werde man den neuen Gebäudeteil mit einem Klinker versehen. Einzig der in weiß gehaltene Baukörper auf dem linken Flügel der Schule trenne dann zukünftig optisch den Alt- vom Neubau. Im August soll das ganze Projekt fertig sein, dazu zählen auch Sanierungsarbeiten im Altbau. Unter anderem wurden die Beleuchtung und Akustik in den Klassenräumen verbessert sowie die Böden und Wände saniert.

Die Einschränkungen, die Ditzfeld bereits angesprochen hatte, konnten die Kindern gut verzeihen. Zumal es nur manchmal laut wurde. So betont etwa die achtjährige Berit: „Vorgestern war es ganz, ganz laut. Aber sonst ging es eigentlich.“

„Vorgestern war es ganz, ganz laut. Aber sonst ging es eigentlich.“ Berit, 8 Jahre
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