Kasch Achim Liveauftritte unter 2Gplus-Bedingungen

Die Kultur liegt glücklicherweise noch nicht wieder ganz brach, Konzerte etwa sind unter 2Gplus-Regeln möglich. Das Achimer Kasch präsentiert daher nächste Woche Künstler wie Stoppok live auf der Bühne.
02.12.2021, 14:56
Lesedauer: 3 Min
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Liveauftritte unter 2Gplus-Bedingungen
Von Kai Purschke

Das Achimer Kasch wählt derzeit sehr genau aus, welche Veranstaltungen im Kulturhaus unter der 2Gplus-Regel stattfinden und welche gestrichen werden. Die Livekonzerte finden unter Anwendung der Regel 2Gplus statt, somit müssen Besucher genesen oder geimpft sein und obendrein einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) nachweisen. Ein Selbsttest zählt nicht. Die Gäste werden gebeten, bei Einlass die entsprechenden Nachweise sowie ihren Personalausweis bereitzuhalten.

So steigt die Rocknacht am Sonnabend, 4. Dezember, mit den zwei Bands Dead Rock Pilots und World Class Suicide ab 20 Uhr. Die Dead Rock Pilots bringen mit einem Mix der Hits von Bands wie Red Hot Chili Peppers, Die Toten Hosen, Metallica, Die Ärzte, Blink 182, Rage against the machine oder Green Day seit 2013 die Bühne zum Beben. Die Piloten werden von der Bremer Band World Class Suicide unterstützt, die laut Ankündigung einen energiegeladenen Mix aus Blues, Punk und Hardrock präsentiert, der zum Mitsingen einlädt.

Obendrein hat das Kasch-Team mitgeteilt, dass dank der Förderung durch das Programm „Neustart Kultur“ der Bundesregierung und der Initiative Musik gGmbH zwei Konzerte "glücklicherweise trotz Zuschauerbegrenzungen" wie geplant durchgeführt werden können. So tritt am Mittwoch, 8. Dezember, Stoppok im Kasch auf. Er startet seine alljährliche Vorweihnachtstour quer durch die Republik, "um den Menschen ein echtes Leuchten in die Augen zu zaubern", wie es in der Ankündigung heißt. Der gebürtige Hamburger Stefan Stoppok biete demnach das sinnliche Gegenprogramm zu all dem inhaltsleeren und großmäuligen Getreibe.

Stoppok verstehe es, in seinen Liedern grundsätzliche Fragen und Probleme unserer Zeit in oft persönlich gefärbten Geschichten zu erzählen und damit eine natürliche Verbindung des Privaten mit dem Allgemeinen herzustellen. In den Songs und in den Konzerten geht es dem ganz und gar nicht stillen Beobachter um Haltung und Werte. "Bei Stoppok nimmt keiner mehr das überstrapazierte Wort ,authentisch' in den Mund, weil es reicht Stoppok zu sagen und jeder weiß Bescheid", heißt es vom Veranstalter. Wilde Gitarrensoli, ein Haufen exotischer Saiteninstrumente, spezielle Fußdrums, die Stimme, das Styling – Stoppok halt. 

Am Freitag, 10. Dezember, findet dann das Doppelkonzert von Ronja Maltzahn & the Blue Bird Orchestra und der Aron L Flow Band statt. Mit unverkennbar rauweicher Stimme erzählen Ronja Maltzahn & the Blue Bird Orchestra Geschichten von weiten Reisen und großen Träumen. Wie klingt akustische Pop-Musik, die versucht die Weite dieser Welt in sich aufzusaugen? Die weit gereiste Songwriterin Ronja spielt Cello, Klavier, Gitarre, Ukulele und schreibt Musik auf sechs verschiedenen Sprachen. Sie hält nichts von Einfarbigkeit und Genre-Begrenzungen. Ein französischer Bossa Nova folgt einer Deutschpop-Ballade mit Ukulele, dann gipfelt der englische Folksong in einem ohrenbetäubenden Orchesterfinale. Ihre Musik bezeichnet sie als Worldpop. Der Sound von Fernweh. Es geht hier nicht um den Tunnelblick einer Nische. Es geht um Weite. Um die Vermittlung eines Lebensgefühls.

Im Laufe der Jahre legte Aron L Flow den artistischen Ehrgeiz auf der Gitarre ab und fokussierte sich aufs Songwriting mit Gitarrenkniff. Aron L Flow singt von Politik und Gartenarbeit, von luziden Träumen, Liebe und Sehnsucht. Drums und Bass grooven, Aron streichelt laut Ankündigung die Saiten. Oder lässt sie reißen: Gitarrenpicking, Rock – hart oder sanft, melodiöser Pop im Blues verwurzelt. Für Aron L Flow sei das Songschreiben mittlerweile eine Maßnahme zur seelischen Hygiene geworden. Ab 2015 kam die Band dazu, zu der auch Mick Jackson an Drums und Percussion sowie Erik Remme an diversen Bässen und mit Background-Gesang gehören. 


Beide Konzerte beginnen um 20 Uhr und laufen im großen Saal mit maximal 110 Personen im Zuschauerraum. Gelüftet werde mit 100 Prozent Außenluft, die erwärmt wird. Am Platz kann die Mund-Nasenbedeckung abgenommen werden. Tickets, für Stoppok kosten sie 26 Euro, für die Rocknacht zwölf Euro und für das Doppelkonzert am Freitag 14 Euro, gibt es jeweils unter www.kasch-achim.de.

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