Volleyball 2. Bundesliga Patrick Pfeffer ist für den TV Baden ein echter Gewinn

Patrick Pfeffer hat sich erst kurz vor Saisonbeginn dem TV Baden angeschlossen. In der kurzen Zeit ist der Mittelblocker zu einem wichtigen Spieler geworden.
02.12.2020, 05:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Patrick Pfeffer ist für den TV Baden ein echter Gewinn
Von Maurice Reding

Es gibt Neuzugänge, die eine gewisse Anlaufzeit benötigen. Andere Neuverpflichtungen schlagen wiederum sofort ein und beleben das Spiel der Mannschaft. Zu letzterer Sorte gehört Patrick Pfeffer. Seit dieser Saison läuft der Mittelblocker für den Volleyball-Zweitligisten TV Baden auf – und weiß bereits zu überzeugen.

Der 25-Jährige ist ein fester Bestandteil der Mannschaft von Werner Kernebeck. Das hängt mit mehreren Faktoren zusammen. Zum einen gehört Pfeffer trotz seines vergleichsweise jungen Alters zu den erfahrenen Spielern beim Klub aus dem Weserort. Zum anderen ist der Mittelblocker ein Spieler, der alles für die Mannschaft tut. Kurzum: Einer, der perfekt zum TV Baden passt. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Pfeffer sich schnell in der Mannschaft integriert hat. „Ich bin sehr, sehr gut aufgenommen worden und fühle mich nach wie vor sehr wohl“, freut sich der 25-Jährige, der sich als Teil einer Gemeinschaft fühlt. „Wir sind wie Freunde. Das Lernen steht im Vordergrund. Es fühlt sich super gut an.“

Pfeffer, der sich als Last-Minute-Neuzugang erst wenige Tage vor dem Auftaktspiel gegen den SV Warnemünde dem TVB angeschlossen hatte, zeigte vor allem in den ersten Partien, dass er ein echter Gewinn für die Mannschaft ist. Ein ums andere Mal stand der 25-Jährige zur richtigen Zeit am richtigen Ort und blockte am Netz die gegnerischen Bälle. Besonders gegen den Kieler TV war er einer der besten Akteure aufseiten des TV Baden. Doch die folgenden fünf Partien verloren die Schwarz-Weißen allesamt glatt mit 0:3. „Gerade ist ein bisschen der Wurm drin“, sagt Pfeffer. Woran das liegen mag? „Wir müssen in eine Routine kommen und locker aufspielen. Im Training klappt das, am Spieltag sind wir zu verkrampft. Das muss aus den Köpfen raus“, hat der 25-Jährige das Problem erkannt.

Dass der TV Baden überhaupt auf der Platte stehen darf, liegt daran, dass die 2. Volleyball-Bundesliga eine Profiliga ist. Der Spielbetrieb läuft somit trotz des verlängerten Teil-Lockdowns weiter. Pfeffer weiß dieses Privileg zu schätzen. „Ich bin dankbar, dass man noch spielen darf, weil es ja auch Spaß macht. Es ist aber eine schwierige Situation, weil die unteren Ligen nicht spielen dürfen“, denkt der 25-Jährige an die Volleyballer, die momentan coronabedingt pausieren müssen.

Hätte Pfeffer sich im September nicht noch kurzfristig zu einem Wechsel gen Baden entschieden, wäre er jetzt in dieser Situation. Der Mittelblocker hatte bereits dem Regionalligisten Bremen 1860 für die neue Saison zugesagt, änderte dann aber seine sportlichen Pläne. Ein Glücksfall für den TV Baden, zumal die 2. Bundesliga kein Neuland für Pfeffer ist. Der junge Volleyballer lief bereits mehrfach in der Südstaffel des Unterhauses, unter anderem für den SV Fellbach und den TSV Allianz Stuttgart, auf.

Der 25-Jährige zeigt momentan eindrucksvoll, wie wichtig ihm die Spiele mit dem TV Baden sind. Trotz einer Schleimbeutelentzündung stand Pfeffer am vergangenen Sonntag gegen den TuB Bocholt auf der Platte. Zuvor musste er die Partie beim SV Lindow-Gransee auslassen, nachdem sein Knie über Nacht dick geworden war. „Wir haben die Belastung zurückgefahren. Ich habe bis Mittwoch pausiert und viel für das Knie gemacht“, erzählt Pfeffer, der sich beim Arzt untersuchen ließ. Dieser stellte fest, dass das Knie bereits auf dem Weg der Besserung ist. „Wir mussten dann von Training zu Training sehen, ob es geht“, fiel die Entscheidung über einen Einsatz erst spät. Sie fiel zugunsten Pfeffers aus, der im Spiel selbst keine Probleme hatte. Die Niederlage verhinderte aber auch er nicht. Das soll sich in den kommenden Wochen ändern. Der TV Baden hat wichtige Duelle vor der Brust. An diesem Wochenende steht gleich ein Doppelspieltag für die Mannschaft von Werner Kernebeck an – und das gegen die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf. Zunächst gastieren die Badener am Sonnabend beim VV Humann Essen. Der Klub aus dem Ruhrgebiet liegt unmittelbar hinter dem TVB auf Platz elf und hat den gesamten November kein Spiel bestritten. Am Sonntag geht es zu den Juniors Frankfurt – und damit gegen den Tabellenletzten. Dass diese Begegnungen eine enorme Bedeutung haben, ist Patrick Pfeffer bewusst. Der 25-Jährige will ohnehin vorangehen, das entspricht seinem Naturell. „Zu helfen versucht man immer. Ich will immer mein Bestes geben“, sagt er.

Einen Grund für einen Sieg gegen die Juniors Frankfurt hat Pfeffer schon mal parat. Der Mittelblocker feiert an diesem Tag seinen 26. Geburtstag. „Das wäre ein schönes Geburtstagsgeschenk. Ich werde es mal ansprechen“, sagt er lachend. Mit einem oder gar zwei Siegen würde die Welt beim TV Baden schon wieder besser aussehen. „Dann trittst du ganz anders auf und hast ein anderes Selbstbewusstsein“, weiß Pfeffer, der auch am Doppelspieltag trotz seiner Verletzung wieder auf der Platte stehen will. Die Mannschaft hat nun die Chance, es ihm speziell am Sonntag zu danken.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+