Wegen sinkender Corona-Zahlen Niedersachsen hebt Testpflicht für Einzelhandel ab Dienstag auf

Angesichts einer sich rasch verbessernden Corona-Lage werden Beschränkungen in Niedersachsen nun sehr schnell zurückgenommen. Auch die Maskenpflicht im Handel fällt bei niedriger Inzidenz weg.
20.05.2021, 18:26
Lesedauer: 2 Min
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Von dpa

Niedersachsen hebt die Corona-Testpflicht für den Einzelhandel in Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 ab Dienstag nach Pfingsten auf. Dies geht aus dem Entwurf einer kurzfristigen Lockerung der Corona-Beschränkungen des Landes hervor.

Innerhalb der SPD/CDU-Landesregierung ist damit nach zähem Ringen am Donnerstag ein Kompromiss erzielt worden, der auf das Drängen des Einzelhandels nach weiteren Lockerungen eingeht. Voraussetzung ist, dass die Inzidenz in der jeweiligen Region fünf Werktage unter 50 liegt. Für den Besuch der Außengastronomie bleibt die Testpflicht zunächst bestehen.

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In Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 soll laut Entwurf nach Pfingsten auch die Maskenpflicht für den Einzelhandel aufgehoben werden. Voraussetzung ist auch hier, dass die Inzidenz in der jeweiligen Region fünf Werktage unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen liegt. Weitere Hygieneauflagen für den Handel bleiben allerdings bestehen. Im landesweiten Durchschnitt betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag 46,6, in 11 der 45 Landkreise und Großstädte lag sie bereits unter 35 und in 26 der Kreise und Städte unter 50.

Erste Lockerungen für Einzelhandel, Tourismus und Gastronomie hatten in Niedersachsen angesichts einer sich verbessernden Corona-Lage bereits vor eineinhalb Wochen gegriffen. Die Regel, zunächst nur Einwohnern des eigenen Bundeslandes touristische Übernachtungen zu erlauben, war am Dienstag vom Oberverwaltungsgericht gekippt worden. Zum langen Pfingstwochenende steht nun ein Ansturm auch auswärtiger Gäste bevor, es gelten aber strenge Testpflichten und Kapazitätsgrenzen. Im CDU-geführten Wirtschaftsministerium stieß unterdessen das Drängen des Handels nach weitergehenden Lockerungen auf Gehör.

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Noch am Donnerstagmittag, als in der Regierung um den Kurs bei den Lockerungen gerungen wurde, hatte die Industrie- und Handelskammer Niedersachsen (IHKN) auf ein Aufheben der harten Beschränkungen gepocht und auf die Nachbarbundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein und Hessen verwiesen. „Wir fordern im ersten Schritt, die Testpflicht im Einzelhandel und in der Außengastronomie unverzüglich auszusetzen, wie es auch in unseren Nachbarbundesländern der Fall ist“, sagte IHKN-Hauptgeschäftsführer Hendrik Schmitt.

Wie es aus der Regierung hieß, wurde zunächst nur dem Ruf des Handels nach Lockerungen gefolgt, weil dieser nach Experteneinschätzung kein Treiber des Infektionsgeschehens ist. Der von der Regierung erarbeitete Stufenplan 2.0 mit der etappenweise Lockerung weiterer Beschränkungen soll nun in die neue Landes-Corona-Verordnung eingearbeitet werden, die statt am Samstag, 29. Mai, erst am Montag, 31. Mai, greifen soll. Der Stufenplan sieht bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 weitere Lockerungen in Gesellschaft und Wirtschaftsleben vor.

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