Kommentar über Kopftücher Diskurs statt Verbot

Nicht ein Verbot würde zu einem Umdenken führen, sondern ein Diskurs. Der muss auch in und mit muslimischen Gemeinden geführt werden, meint Ina Bullwinkel.
23.08.2018, 19:58
Lesedauer: 1 Min
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Diskurs statt Verbot
Von Ina Bullwinkel

Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet – so steht es im Artikel 4 des Grundgesetzes. Das Tragen des Kopftuchs fällt unter dieses Recht, die Religion frei auszuleben. Ein Kopftuchverbot für Minderjährige, wie es die Organisation Terre des Femmes und ihre Unterstützer wie Alice Schwarzer fordern, stellt die garantierte Religionsfreiheit massiv infrage. Das Verschleiern der Haare wäre dann keine persönliche Entscheidung mehr, sondern unterläge einem Gesetz.

Es wäre eine Einordnung in richtig und falsch: Ein Kopftuch zu tragen, ist falsch; keins zu tragen, ist richtig. Ein Verbot ist zuallererst ein Zeichen der Ablehnung. Auch wer kein Verfechter des Kopftuchs ist, muss im Vorschlag von Terre des Femmes einen Angriff auf die Religionsfreiheit erkennen.

Nicht ein Verbot würde zu einem Umdenken führen, sondern ein Diskurs. Der muss auch in und mit muslimischen Gemeinden geführt werden. Ganz klar. Doch ein religiöses Symbol zu verbannen, würde dem hitzigen Streit zwischen Befürwortern und Gegnern des Kopftuchs bloß mehr Zunder beimischen.

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