Neue Funktion Wie Sie mit Google Maps in Bremen Sprit sparen können

Nicht nur schnell, sondern auch spritsparend ans Ziel kommen: Eine neue Funktion bei Google Maps soll Autofahrern die energieeffizienteste Route anzeigen. Wir zeigen, wie das in Bremen aussehen könnte.
12.08.2022, 17:45
Lesedauer: 2 Min
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Von Saskia Hassink

Wegen der extrem hohen Spritpreise in Deutschland machen sich viele Autofahrer Gedanken über eine möglichst energieeffiziente Fahrweise. Eine neue Funktion vom Kartendienst Google Maps soll dabei helfen.

Mit der Option "kraftstoffsparende Route" sollen Nutzer schon bei der Streckenplanung sehen, wie viel Sprit sie einsparen können. Das Update soll in den kommenden Wochen allen Google-Maps-Nutzern (iOS und Android) in Deutschland zur Verfügung stehen. Gekennzeichnet werden die spritsparenden Strecken mit einem grünen Blatt.

Ein Beispiel aus Bremen zeigt, was das konkret bedeutet: Will ein Autofahrer von Lilienthal nach Hemelingen fahren, navigierte Maps ihn bisher über die A27 und A1 – zwar mit einem großer Schlenker, es ist aber die schnellste Route. Für die 30 Kilometer werden etwa 30 bis 32 Minuten berechnet. Nach dem Update gibt es eine Alternative, die bis zu 38 Prozent Benzin einsparen soll. Statt über die Autobahn geht es durch die Stadtteile Horn und Vahr, statt 30 sind es nur noch 14 Kilometer, mit 33 Minuten fast genauso schnell.

Dass mehr als ein Drittel Sprit eingespart wird, ist jedoch die Ausnahme. So kann die schnellste Route oft auch die energieeffizienteste sein. Je nach Tageszeit und Verkehrssituation werden zudem unterschiedliche Werte von Google angegeben.

Ein anderes Beispiel: die Fahrt von Bremen-Walle nach Huckelriede. Die schnellste Route führt zehn Kilometer über die B6 und A281 – Dauer: etwa 18 Minuten. Bis zu zwölf Prozent Benzin einsparen können Autofahrer, wenn sie eine 7,7 Kilometer lange Alternativroute via Westerstraße und Buntentorsteinweg fahren – Dauer: etwa 19 bis 20 Minuten.

Ganz neu ist die Idee nicht, ähnliche Funktionen haben andere Navigationsgeräte bereits inne. Jedoch können Google-Nutzer in ihren Einstellungen auch ihren Motorentyp angeben – Benziner, Diesel, Hybrid oder Elektro. So soll die Routenführung optimiert werden, da die prozentualen Einsparungen und die empfohlene Route je nach Fahrzeugmotor variieren könne, heißt es von Google.

Für die Berechnung der kraftstoffsparenden Strecken bezieht Maps neben der Streckenlänge nach eigenen Angaben auch die Straßenneigung und Verkehrsstau mit ein. Der schnellste Weg könnte zum Beispiel über eine Erhebung führen, für die mehr Kraftstoff verbraucht wird. Gleichzeitig spielt die Auslastung der Strecke eine Rolle. Gibt es Staus oder viele Ampeln müssen Autofahrer häufig abbremsen und anfahren – das kostet Energie.

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Google rechnet damit, dass die neue Option reges Interesse wecken wird. So zeigen die eigenen Daten bei Google Trends, dass die Suchanfragen 2022 in Deutschland zum Thema "Benzin sparen" oder "Sprit sparen" im Vergleich zum Vorjahr um 338 Prozent gestiegen sind.

"Kraftstoffsparende Routen" hat laut Google aber nicht nur einen positiven Effekt auf das Portemonnaie der Autofahrer, sondern auch auf das Klima. Die Funktion wurde bereits in den USA und Kanada eingeführt. Nach eigenen Angaben seien dadurch bereits etwa eine halbe Million Tonnen CO2 – die Emissionen von 100.000 Autos – eingespart worden.

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