25 Jahre ATLANTIC Hotelgruppe Mit dem Gespür für Standorte erfolgreich

Der Erfolg der ATLANTIC ­Hotelgruppe mit Sitz in Bremen begann mit einem ersten Projekt in Bremen-­Vegesack. Die Bauunternehmer und Inhaber ­Joachim ­Linnemann und Kurt Zech bauten Unterkünfte für den Bremer Vulkan und errichteten dort ihr erstes Hotel – gegen alle Ratschläge.
16.09.2017, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Janina Weinhold

Der Erfolg der ATLANTIC ­Hotelgruppe mit Sitz in Bremen begann mit einem ersten Projekt in Bremen-­Vegesack. Die Bauunternehmer und Inhaber ­Joachim ­Linnemann und Kurt Zech bauten Unterkünfte für den Bremer Vulkan und errichteten dort ihr erstes Hotel – gegen alle Ratschläge. „Niemand glaubte 1992 an Tourismus und ein erfolgreiches Hotel in Vegesack. Doch die Unternehmer bauten auf ­Vegesacks maritime Zukunft“, sagt Geschäftsführer Markus ­Griesenbeck. Das erste ­ATLANTIC Hotel passte mit seinem nordischen Flair und frischen Anstrich in das maritime Vegesack und wird seit der ersten Stunde von Hoteldirektorin ­Heike Bode geleitet.

Aus dem Erfolg in Vegesack zogen die Inhaber eine Lehre für alle weiteren 13 Häuser: Ein Hotel muss in seine Umgebung passen. Auch an das zweite Hotel seien die Inhaber mit der Kraft der Vision herangegangen, ­erläutert ­Griesenbeck: „Das ­ATLANTIC Hotel Airport haben wir auf der grünen Wiese am neuen Bremer Flughafen gebaut. Das Gebäude mit Restaurant und Kuppelsaal-Ausblick auf die Start- und Landebahn war weitsichtig geplant.“

Das Konzept „individueller Service und persönliche Note“ ging auf. Alle weiteren Hotels – an der Galopprennbahn, am Universum, in direkter Nachbarschaft zum Bremer Marktplatz, in Bremerhaven und jenseits der Bremer Landesgrenzen in Kiel, Lübeck, Travemünde, Wilhelmshaven und Essen – sind erfolgreich. Griesenbeck freut sich besonders über den Erfolg des Sail City in Bremerhaven: „Wir gelten als Wahrzeichen für die ­Hafenwelten, und die Segel­silhouette wird gern mit dem ­berühmten Burj al Arab in ­Dubai verglichen“, sagt er. Darüber hinaus zählen auch drei Ferien-­Resorthotels unter der Marke ­Severin*s zur ATLANTIC Hotels Management Gesellschaft. Zwei Hotels in Keitum und ­Morsum laden auf Sylt zum Entspannen ein. Die jüngste ­Ferienadresse, das Severin*s ­– The Alpine ­Retreat, liegt im österreichischen Skigebiet Lech.

Die ATLANTIC Hotelgruppe ist Arbeitgeber für mehr als 1100 Mitarbeiter. Unlängst hat sie sich für gleichbleibende Service­standards, professionelles Management und verantwortungsvolle Personalentwicklung zertifizieren lassen. „Zusätzlich haben wir in diesem Jahr die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Denn wir sind mit Mitarbeitern aus mehr als 50 Nationen erfolgreich“, berichtet Griesenbeck.

Bis 2019 sollen ein neues ­ATLANTIC Hotel in Münster und ein Budget-Hotel in Kiel entstehen. Spätestens 2020 will die Gruppe auch Touristen in Heidelberg am Neckar begeistern. „Bis 2020 peilen wir 20 Häuser an. Die Verhandlungen laufen“, sagt Griesenbeck zur Zukunftsvision.

In der Martinistraße wird noch gebaut. Bis Mai kommenden Jahres entsteht dort eine Erweiterung des Grand Hotels mit 100 Zimmern und Suiten. Mit seiner direkten Altstadtlage zwischen Marktplatz und Schnoor ist es bei Touristen äußerst beliebt. Geschäftsführerin Ursula Carl ist stolz auf ihr Grand ­Hotel. Es wurde nach dem Prinzip ­„Tradition trifft urbane Moderne“ aufgezogen. Die Räume spielen mit stilvoller, moderner Geradlinigkeit in einem warmen erdigen Ambiente. Doch das Haus hat auch Schätze aus Bremens Geschichte zu bieten. „Als das 4-Sterne-Hauptgebäude mit 138 Suiten und Zimmern gebaut wurde, entdeckten Archäologen zahlreiche Relikte aus dem Hansealltag am Fluss. Wir haben die Funde ausgestellt. Nachmittags sind auch neugierige Bremer und Stadtführungen willkommen.“ Im Garten des Restaurants alto zeigt Carl eine Mauer aus historischen Findlingen: „Die Steine wurden im Untergrund gefunden und waren früher als Kühlkeller verbaut. Daher stammt der Begriff steinreich“, erläutert sie.

Den schönsten Blick auf ­Bremens gute Stube gibt es auf der Dachterrasse des Grand Hotels. Die Aussicht über die Altstadt, die Böttcherstraße und die Martinikirche hat sich mit dem Afterwork-Sommerevent „The Grand Terrace“ bereits herumgesprochen. Geschäftsführerin Carl freut sich über den Erfolg und vermietet die Dachterrasse und den restaurierten ehemaligen Casino-Saal in der Böttcherstraße gern für Events und Hochzeiten.

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