Landkreise Diepholz und Verden

Serie von Brandstiftungen: Langeweile als Tatmotiv

Drei Männer und eine Frau sollen für fast 90 Delikte in den Kreisen Diepholz und Verden verantwortlich sein. Ihnen wird unter anderem Brandstiftung, Sachbeschädigung und Diebstahl vorgeworfen.
05.07.2020, 17:03
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Serie von Brandstiftungen: Langeweile als Tatmotiv
Von Anna Zacharias
Serie von Brandstiftungen: Langeweile als Tatmotiv

Die vier Verdächtigen gaben "Langeweile" als eines ihrer Motive an.

Björn Hake

Nach einer Serie von Brandstiftungen, Sachbeschädigungen, Diebstählen und weiteren Straftaten hat die Polizei am Sonntag einen Ermittlungserfolg vermeldet. Wie die Polizeiinspektion Verden/Osterholz mittelte, seien in der vergangenen Woche in Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Diepholz vier Tatverdächtige ermittelt worden.

„Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen dürften die drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 25 bis 28 Jahren für annähernd 90 Delikte verantwortlich sein“, teilte Pressesprecher Helge Cassens aus Verden mit. Unter anderem wird den Tatverdächtigen Brandstiftung an Fahrzeugen der deutschen Post in Weyhe sowie an mehreren weiteren Autos in den Landkreisen Verden und Diepholz vorgeworfen, auch Rundballen bei Kirchlinteln sollen die Beschuldigten angezündet haben. In einigen Fällen sei es nur dem Zufall geschuldet gewesen, dass das Feuer nicht auf anliegende Wohnhäuser übergegriffen hatte.

Außerdem hätten die Tatverdächtigen am Pfingstwochenende in den Kreisen Diepholz und Verden Autos beschädigt, Bushaltestellen zerstört und erheblichen Schaden an einem Naturdenkmal in Verden-Dauelsen und auf einer Windparkbaustelle im Bereich Kirchlinteln verursacht haben. Auch Kraftstoff-Diebstahl auf Baustellen soll auf ihr Konto gehen.

Die Wohnungen der Tatverdächtigen sowie das mutmaßliche Tatfahrzeug wurden am vergangenen Dienstag durchsucht. Dabei fanden die Polizisten diverses Beweismaterial. In anschließenden Vernehmungen habe eine der verdächtigen Personen die Taten weitgehend gestanden. Der von den vieren angerichtete Sachschaden wird auf insgesamt mindestens 500 000 Euro beziffert. Als ein Motiv für die zahlreichen Taten wurde den Angaben zufolge „Langeweile“ genannt.

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