Faschingsumzug 2018

Was Sie beim Karnevalsumzug in Ganderkesee beachten sollten

Mit dem Festumzug um den Ring erreicht der Ganderkeseer Fasching an diesem Sonnabend seinen Höhepunkt. Rund 3650 Teilnehmer werden ab 14 Uhr auf der 3,2 Kilometer langen Strecke unterwegs sein. Und das Wetter sollte auch mitspielen.
09.02.2018, 18:47
Lesedauer: 4 Min
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Was Sie beim Karnevalsumzug in Ganderkesee beachten sollten
Von Jochen Brünner

Das wichtigste vorab: Die einschlägigen Wetterdienste sagen für diesen Sonnabend für die Gemeinde Ganderkesee drei Grad, schwachen Wind und eine Niederschlagswahrscheinlichkeit von null Prozent voraus. Die Chancen stehen also sehr gut, dass die Narren nach den ungemütlichen Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr den Fasching diesmal trockenen Hauptes erleben können.

Mit dem großen Festumzug um den Ring erreicht die 67. Faschingssaison in Ganderkesee ihren Höhepunkt. Um 14 Uhr wird Bürgermeisterin Alice Gerken die Umzugstrecke für die rund 3650 Aktiven freigeben. Für den Autoverkehr ist der Ortskern aber bereits ab 11.30 Uhr bis zum Ende der Aufräumarbeiten gegen 19 Uhr gesperrt. Bereits am Freitag waren wieder zahlreiche Helfer im Ort unterwegs, um die Kassenhäuschen aufzubauen, die Absperrgitter vorzubereiten und die Aufstellung des Umzugs zu markieren.

Parken

Auch in diesem Jahr appellieren die Verantwortlichen der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine wieder an die Umzugsbesucher, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die Nordwestbahn bringt die Narren wieder direkt ins Zentrum des Geschehens, zudem fahren Sonderbusse ab Bahnhof Hude und Bookholzberg (Post) nach Ganderkesee. Wer trotzdem auf das Auto nicht verzichten mag, für den stehen an der Rudolf-Diesel-Straße (BBM) und bei Starofit (Güterstraße) wieder zwei Park-&-Ride-Plätze zur Verfügung. Von dort fahren für einen Fahrpreis von zwei Euro (hin und zurück) in der Zeit von 12 bis 15 Uhr wieder Shuttle-Busse zur Umzugsstrecke. Die Rückfahrt erfolgt zwischen 17 und 19 Uhr. Zu beachten ist, dass in diesem Jahr beide Park-&-Ride-Plätze um 19 Uhr verschlossen werden. "Danach kann man bis Montagmorgen nicht mehr wegfahren", betont GGV-Sprecher Timo Vetter.

Eintritt

Der Zugang zur Umzugsstrecke kostet – sofern man älter als sieben Jahre ist – fünf Euro pro Person. Die Karten gibt es an den Kassenhäuschen an den Ortszufahrten. Sie berechtigen bis 19 Uhr auch zum Besuch des Festzelts an der Raiffeisenstraße. Wer länger als bis 19 Uhr im Zelt bleiben möchte, kann an den Kassenhäuschen für zwölf Euro das Komplettpaket kaufen und bis 5 Uhr morgens feiern. Für die Musik im Zelt sorgen wieder die Liveband Line Six sowie DJ Ralf Burnett. Wie Vetter erklärt, haben die Verantwortlichen in den vergangenen Jahren immer wieder beobachtet, dass einige Umzugsbesucher quer durch fremde Gärten laufen, um auf diese Weise die Kassenhäuschen zu umgehen. Entsprechende „Sportfreunde“ weist Vetter darauf hin, dass es ohne Umzugs- oder Tanzband ab 16 Uhr keinen Einlass in die Zelte mehr gibt. Und vorher ist dort ohnehin nichts los.

Sicherheit

Die Polizei hat angekündigt, auch beim Ganderkeseer Faschingsumzug wieder Präsenz zu zeigen. Niemand müsse Angst haben, zum Fasching zu kommen, versichern die Ordnungshüter. Zum konkreten Sicherheitskonzept machen die Verantwortlichen traditionell keine Angaben. Vetter appelliert an die Festzelt-Besucher, auf Plastik-Waffen sowie auf militärische Kleidung zu verzichten. Rucksäcke werden beim Einlass ins Zelt kontrolliert.

Jugendschutz

Ein besonderes Augenmerk legen die Veranstalter auch in diesem Jahr wieder auf den Jugendschutz. Das entscheidende Datum ist diesmal der 11. Februar 2000. All diejenigen Faschingsfans, die vor diesem Tag geboren worden sind, dürfen in den Festzelten uneingeschränkt mitfeiern. Wer danach geboren ist und das 18. Lebensjahr folglich noch nicht vollendet hat, unterliegt den einschlägigen Jugendschutz-Bestimmungen.

Für alle, die nach dem Umzug auch noch im Festzelt mitfeiern wollen, besteht an der U-18-Kasse auf dem Festplatz die Möglichkeit, das Umzugsband in ein gültiges Einlassband zu tauschen. Die bereits gezahlten fünf Euro werden dabei auf den Eintrittspreis angerechnet. Dieses Band bekommen dort alle 16- und 17-Jährigen, die vor dem 11. Februar 2002 geboren wurden. Sie dürfen mit den Bändchen bis Mitternacht an der Feier teilnehmen. Jugendliche, die von einem Erwachsenen begleitet werden und einen genehmigten Erziehungsauftrag mitsamt Ausweis dabei haben, erhalten an der Kasse ein Einlassbändchen, mit dem sie Zutritt zum Festzelt bekommen. Außerdem können die Minderjährigen natürlich auch direkt von einem Elternteil begleitet werden. Das Formular zum Erziehungsauftrag gibt es auf der Internetseite des Landkreises Oldenburg sowie auf der Seite der GGV unter www.fasching-ganderkesee.de zum Herunterladen.

Fundsachen

Nach den Erfahrungen von Festwirt Ulf Thiemann bleiben im Festzelt jedes Jahr etwa zehn große blaue Müllsäcke an „Fundsachen“ liegen – vornehmlich Kleidungsstücke. Diese sowie die nach Rosenmontag nicht abgeholte Garderobe wird eine Woche lang im Hotel „Jägerklause“ gelagert und anschließend zum Fundbüro der Gemeinde gegeben. Eventuell gefundene Portemonnaies leiten die Betreiber des Festzelts direkt an die Gemeinde, Bankkarten an die jeweiligen Banken weiter.

Frühschoppen/Rosenmontag

Am Sonntag werden ab 11 Uhr beim Frühschoppen im Festzelt die letzten Geheimnisse gelüftet. Dazu zählt die Prämierung der besten Fußgruppen, Fußgruppen mit Mottowagen sowie Festwagen, und auch einen neuen Ehrenkappenträger werde es geben, hat GGV-Präsident Uwe Meyer im Vorfeld angekündigt. Markus Weise wird die Veranstaltung moderieren. Neben der holländischen Blaskapelle Hengeler Weend Blaozers wird erstmals auch die Band Airbuzz beim Frühschoppen für Livemusik sorgen. Am Rosenmontag bieten die Schausteller auf dem Festplatz Familienpreise an. Die Rosenmontagsparty – wieder mit Line Six – beginnt dann um 20 Uhr im Narrenzelt.

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