Kommentar über alternative Antriebe

Zu viel Ideologie

Warum es dringend an der Zeit ist, dass sich Politik und Industrie stärker mit Wasserstoff und der Brennstoffzelle beschäftigen, kommentiert Florian Schwiegershausen.
11.08.2019, 19:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Zu viel Ideologie
Von Florian Schwiegershausen
Zu viel Ideologie

Die Forschung arbeitet am Antrieb von Autos mit Wasserstoff.

Jan Woitas/dpa

Wenn eine Tür zugeht, geht woanders eine auf. So ist die Idee gut, das Know-how der Windbranche zu nutzen und Bremerhaven zum Wasserstoff-Pionier zu machen. Hier könnte der ein oder andere Arbeitsplatz entstehen, der in der Windindustrie verloren gegangen ist. Fest steht: Ohne Brennstoffzellen-Antrieb ist die Energiewende nicht zu schaffen.

Doch momentan setzen alle nur auf batteriebetriebene Elektromotoren. Während Besitzer eines solchen Fahrzeugs noch aufladen, sind die Besitzer eines Brennstoffzellen-Autos längst wieder unterwegs. Gerade dort, wo schwere Sachen zu transportieren sind, ist diese Technologie im Vorteil.

Unverständlich ist, wie gerade bei den Grünen einige Mitglieder den batteriebetriebenen Motor als eierlegende Wollmilchsau sehen und dem Antrieb mit Wasserstoff keine Chance geben. Hier wäre weniger Ideologie angebracht, denn grün produzierter Wasserstoff ist keine Zukunftsmusik mehr. Nachdem Deutschlands Autobauer den Anschluss an die Elektromobilität verschlafen haben, sollten sie sich nun vor lauter Hyperaktionismus nicht allein auf die Entwicklung von batteriebetriebenen Elektromotoren versteifen.

Lesen Sie auch

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+