Freie Wohlfahrtspflege 3000 Pflegekräfte in Bremen bekommen ab 2020 mehr Geld

Ab dem 1. Januar werden 3000 von den insgesamt 9000 Beschäftigten in der Bremer Pflege mehr Geld bekommen. Die Stundenvergütung von Stellen in der Freien Wohlfahrtspflege erhöhen sich um 4,7 Prozent.
02.12.2019, 19:22
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3000 Pflegekräfte in Bremen bekommen ab 2020 mehr Geld
Von Sabine Doll

Altenpflegekräfte der Bremer Wohlfahrtsverbände bekommen ab dem 1. Januar 2020 mehr Geld: „Insgesamt betrifft dies 3000 der 9000 Pflegebeschäftigten in Bremen und Bremerhaven“, sagt Arnold Knigge, Vorstandssprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und Vorsitzender der Tarifgemeinschaft Bremen. Im September dieses Jahres haben sich die 2014 gegründete Tarifgemeinschaft, der Pflegeeinrichtungen und -dienste der Wohlfahrtsverbände angehören, und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi darauf geeinigt. Konkret bedeutet das: „Löhne und Zuschläge steigen. Betroffen sind nicht nur die Pflegekräfte, sondern alle Beschäftigten“, so Knigge.

Die Steigerungen im Einzelnen: Die Stundenvergütungen für alle Beschäftigten von Pflegeheimen und -diensten in der Freien Wohlfahrtspflege erhöhen sich demnach um 4,7 Prozent. Examinierte Pflegekräfte erhalten laut Knigge im ersten Jahr 16,62 Euro in der Stunde, mit einer Steigerung bis auf 19,57 Euro. Bei Hilfskräften mit einjähriger Ausbildung liege diese Spanne bei 13,19 bis 15 Euro pro Stunde; ohne Vorausbildung werde ein Stundenlohn von 12,84 Euro mit einer Steigerung auf 14,90 Euro gezahlt. Der Zuschlag für Nachtarbeit betrage ab dem kommenden Jahr 15 Prozent, ab 2021 seien es 20 Prozent des Stundenlohns, so der Vorstandssprecher.

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Außerdem werde die Jahressonderzahlung auf 65 Prozent des monatlichen Bruttolohns angehoben. Hauswirtschaftliche Fachkräfte erhielten 13,14 Euro in der Stunde, dies steigere sich bis auf 14,35 Euro. Und: Service- und Reinigungskräfte lägen beim Bremer Landesmindestlohn von 11,13 Euro pro Stunde.

Seit März dieses Jahres bekommen auch Pflegeauszubildende der angeschlossenen Wohlfahrtsverbände mehr Geld: „Im ersten Ausbildungsjahr werden jetzt 1140,69 Euro, im zweiten Jahr 1202,07 Euro und im dritten Jahr 1303,38 Euro im Monat gezahlt“, so der Vorstandssprecher. Im Land Bremen seien dies Spitzenwerte für Auszubildende. „Eines ist aber klar, es müssen noch weitere Schritte folgen. So muss der Bund gesetzgeberisch dafür sorgen, dass die bestehenden und künftige Tarifverträge für die gesamte Pflegebranche allgemeinverbindlich sind“, fordert Knigge.

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