Bogedan: Sind ihr wohl nicht rechts genug

Ann-Katrin Magnitz bleibt Bremer Schulen fern

Ann-Katrin Magnitz, im Lehramtsstudium noch für den rechtsnationalen „Flügel“ der AfD aktiv, will nun doch nicht in Bremen Geschichte und Spanisch unterrichten.
29.06.2020, 18:27
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Ann-Katrin Magnitz bleibt Bremer Schulen fern
Von Joerg Helge Wagner

Ann-Katrin Magnitz, Tochter des Bremer AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz, wird nun doch nicht als Lehramtsreferendarin in Bremen Geschichte und Spanisch unterrichten. Das teilte Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) am Montag via Twitter mit: „Frau M hat die Stelle als Referendarin abgelehnt. Wir sind ihr wohl nichts rechts genug.“

Magnitz war als Studentin auf dem völkischen Flügel der AfD aktiv gewesen, hatte aber die formalen Bewerbungskriterien erfüllt. Da es in Bremen keinen Radikalenerlass gebe, habe man keine Möglichkeit gehabt, ihre Bewerbung abzulehnen, hieß es aus der Bildungsbehörde. In die Bewertung flössen Faktoren wie Noten und Fächerkombination ein. Außerdem sei ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen.

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Nach dem Bekanntwerden von Magnitz' politischem Engagement wollte man jedoch ein „normenverdeutlichendes Gespräch“ mit ihr führen. Bogedan betonte die Pflicht aller Lehrkräfte, für demokratische Werte einzustehen: „Das beinhaltet ein klares Bekenntnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, für Menschenwürde, Solidarität und Gleichberechtigung.“

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