Tag der Wohnungslosen Bremen will Recht auf Wohnen stärken

Zum Tag der Wohnungslosen betont das Bremer Regierungsbündnis Fortschritte beim Projekt Housing First. Das Aktionsbündnis "Menschenrecht auf Wohnen" richtet am Sonnabend einen Aktionstag auf dem Marktplatz aus.
10.09.2021, 12:48
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Bremen will Recht auf Wohnen stärken
Von Felix Wendler

Zum bundesweiten Tag der Wohnungslosen findet an diesem Sonnabend zwischen 11 und 14 Uhr eine Kundgebung auf dem Bremer Marktplatz statt. Ausrichter ist das Aktionsbündnis "Menschenrecht auf Wohnen". Vertreter der rot-grün-roten Bremer Landesregierung betonen zu diesem Anlass, das Recht auf Wohnen stärken zu wollen. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, die Koalition sei erfreut über Fortschritte beim Projekt Housing First, sehe aber weiterhin Handlungsbedarf. Hinter dem Projekt verbergen sich 50 schlichte Wohnungen, die der Senat durch langfristige Belegbindung direkt an Wohnungs- und Obdachlose vergeben will. Noch befinde sich das Programm in der Aufbauphase, heißt es in der Mitteilung. Zwei Träger hätten nun eine Zusage für Fördermittel bekommen.

"Wir wollen eine Stadt, in der alle einen Platz haben", sagt Sofia Leonidakis, Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion. Dafür müsse auch die Zahl der Sozialwohnungen steigen, fordert sie. Leonidakis spricht sich außerdem gegen Strom- und Wassersperren aus. Es sei eine Frage der Würde, möglichst schnell vielen Menschen zu einer eigenen Wohnung zu verhelfen, sagt Thomas Pörschke. Der Grünen-Sprecher für Obdachlosenpolitik nimmt die Wohnungswirtschaft in die Pflicht. Letztlich komme es auf die Hilfe aller an, so Pörschke. Der Tag der Wohnungslosen sei ein guter Zeitpunkt, sich bei denjenigen zu bedanken, die in diesem Bereich ehrenamtliche Arbeit leisten, heißt es von Birgitt Pfeiffer, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.

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