Kneipe Horner Eck Grün ist die Hoffnung

Die Künstlerin Sophia Bizer arbeitet an der Schnittstelle zwischen bildender und theatraler Kunst. Weshalb sie nun die Kult-Kneipe Horner Eck mit Hilfe von Bremern in ein grünes Abenteuerland verwandelt hat.
23.01.2023, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Grün ist die Hoffnung
Von Sigrid Schuer

Der Rauch der letzten Kneipennacht hängt im Horner Eck noch in der Luft. Es ist gerade mal ein paar Stunden her, dass hier Gäste das Kind in sich wiederentdeckt haben, mit dem grasgrünen Miniatur-Kran gespielt und hingebungsvoll die grünglitzernde Werder-Weihnachtskugel, die daran hängt, hoch- und runterfahren ließen. Stilecht können sie dazu Berliner Weiße mit grünem Waldmeisterschuss oder aber eine Gurken-Limo schlürfen. Wie überhaupt ein Blick in die Runde zeigt: Alles so schön grün hier. Und das gilt nicht nur für die Lampenschirme, die schon seit den 1980er-Jahren schummriges Licht über dem Tresen verbreiten, auf dem eine Regenbogenfahne thront. Selbst der Vorhang, der die Kneipe vom Sanitärbereich trennt, flittert in Lametta-Grün, auch die Seifenstücke sind grün. Und das hat seinen Grund: Künstlerin Sophia Bizer, seit zweieinhalb Jahren Wahl-Bremerin mit Atelier in Hemelingen, steht strahlend in der Kultkneipe in der Friesenstraße, die sie bis zum 16. Februar zum temporären Museum umgestaltet hat. Das Besondere daran: Es ist alltagstauglich und wirke nach einer gewissen Irritation durchaus inspirierend auf die Gäste, wie Bizer beobachtet hat.

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