Fünf Einsätze Bremerhavener Polizei lobt abschreckende Wirkung von Tasern

Ein Jahr sind sie im Einsatz: Die Polizei in Bremerhaven lobt die abschreckende Wirkung von Tasern. Der Innenausschuss debattiert über eine Verlängerung der Testphase.
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Ein Jahr nach Beginn des Testeinsatzes von Elektroschock-Pistolen im Bremerhavener Streifendienst ist die Polizei mit der abschreckenden Wirkung zufrieden. In fast allen Fällen habe die bloße Androhung zu kooperativem Verhalten des Gegenübers geführt, heißt es in einer Vorlage zur Sitzung des Innenausschusses der Bremischen Bürgerschaft am Donnerstag. Von Oktober 2018 bis September 2019 sei das Distanz-Elektroimpulsgerät insgesamt fünf Mal eingesetzt worden. Ernsthaft verletzt worden sei niemand. In weiteren 18 Fällen sei die Verwendung lediglich angedroht worden.

Wie in den meisten Bundesländern waren bisher auch in Bremen nur Spezialkommandos mit Tasern ausgestattet. Eingesetzt wird das Gerät etwa, wenn sich jemand aggressiv seiner Festnahme widersetzt. Mit Widerhaken versehene Projektile dringen in den Körper ein. Sie sind per Draht mit der Waffe verbunden. Durch Elektroimpulse wird die Person kurz gelähmt, damit sie überwältigt werden kann. Aus Sicht der Polizei können die Geräte wirksamer sein als Pfefferspray oder Schlagstock.

Der Innenausschuss debattiert über eine Verlängerung der Testphase. In Niedersachsen wird unabhängig vom Ausgang kein Einsatz im Streifendienst erwogen. „Der Trainingsaufwand wäre zu hoch“, sagte ein Ministeriumssprecher.

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