Kommentar über Subventionsbetrug

Betrüger bei Corona-Hilfen

Wer bei den Corona-Hilfen betrügt, muss strafrechtlich verfolgt werden. Das ist kein Kavaliersdelikt, das ist Subventionsbetrug, meint Redakteur Peter Hanuschke.
30.04.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Betrüger bei Corona-Hilfen
Von Peter Hanuschke

Viele Unternehmen befinden sich aufgrund der Corona-Krise in finanzieller Not. Die Soforthilfeprogramme, die die Länder und der Bund schnell aufgelegt haben, tragen dazu bei, diese prekäre Situation ein wenig abzumildern.

Dass das Geld noch nicht bei allen Antragsstellern angekommen ist, hat einen Grund: Es gab einen nicht erwarteten Ansturm auf diese Programme. Personell konnten die Anträge nicht, wie von den Unternehmen erwartet, abgearbeitet werden. Auf Behördenseite wurde personell jedoch schnell aufgestockt.

Lesen Sie auch

Haken dran und durchgewunken – das wäre im Sinne der ehrlichen Antragsteller gewesen. Das funktioniert nur leider nicht. Dafür sorgen Betrüger, die das sehr unbürokratische Antragsverfahren für ihre Zwecke nutzen. Sie treten als Scheinfirmen auf oder manipulieren ihre Anträge. Dass das Subventionsbetrug ist, ist ihnen egal oder sie wissen es nicht.

Unwissenheit schützt aber nicht vor Strafe. Vielleicht zieht der eine oder andere einfach den Antrag zurück. Es bleibt nur zu hoffen, dass alle anderen Betrüger bei den Nachprüfungen strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+