Bremerinnen werden am Internationalen Frauentag geehrt

Couragiert wie Mevissen

Bremen. Ob Straßenname oder Ehrengrab: Wie ein würdiges Gedenken an verdiente Bremerinnen und Bremer aussehen kann und wer des Gedenkens würdig ist, darüber wird seit Jahren immer wieder debattiert. Zuletzt im Zusammenhang mit den Gräbern der ersten Domorganistin Käte van Tricht und des Kinderarztes Professor Hess.
27.02.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Couragiert wie Mevissen
Von Monika Felsing

Bremen. Ob Straßenname oder Ehrengrab: Wie ein würdiges Gedenken an verdiente Bremerinnen und Bremer aussehen kann und wer des Gedenkens würdig ist, darüber wird seit Jahren immer wieder debattiert. Zuletzt im Zusammenhang mit den Gräbern der ersten Domorganistin Käte van Tricht und des Kinderarztes Professor Hess. Im Programm zum Internationalen Frauentag, 8. März, wird an verdiente Bremerinnen erinnert. Die Schwachhauser Stadtführerin und Schauspielerin Christine Renken vom Theater Interaktiwo leitet eine Führung über den Riensberger Friedhof.

Die Gruppe trifft sich am Mittwoch, 8. März, um 16 Uhr am Haupteingang des Riensberger Friedhofes, Friedhofstraße 51, und wird unter anderem die Gräber von Annemarie Mevissen, Hanna Kunath und Emmalene Bulling besuchen. Nach der Rechtsanwältin Emmalene Bulling (1900-1959) ist seit 2012 eine Straße in Blumenthal benannt. An Bürgermeisterin Annemarie Mevissen (1914-2006) erinnert seit 2014 ein Weg in den Wallanlagen, aber noch immer wissen nicht alle, was die Sozialdemokratin geleistet hat und wie couragiert sie war. Oder warum Hanna Kunath „gern in die Luft ging“, wie Christine Renken anmerkt. Die Teilnahme an der Führung kostet drei Euro. Näheres unter 70 88 21 60.

Das Bremer Frauenmuseum würdigt ebenfalls die Arbeit von Frauen und zeigt seine Ausstellung „Bremer Frauen an der Heimatfront 1914-1918“, die am Donnerstag, 9. März, um 16 Uhr im Kulturhaus Pusdorf, Woltmershauser Straße 444, eröffnet wird. Edith Laudowicz hält die Rede auf der Vernissage, die Ausstellung bleibt bis 2. Mai in Pusdorf.

Die Bremer Frau des Jahres wird am Mittwoch, 8. März, um 18 Uhr im Rathaus gekürt. Der Bremer Frauenausschuss hat seine Wahl getroffen und eine Frau gekürt, die sich „auch in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Beschleunigung in allen Lebensbereichen für gleiche Rechte und Teilhabe von Frauen einsetzt“. Um 16 Uhr beginnt an dem Tag auf dem Ziegenmarkt im Steintor die von der Stadtfrauenkonferenz organisierte Demo „Frauen, Leben, Freiheit!“, und die Arbeitsgruppe 8. März lädt für 16.30 Uhr unter dem Motto „4.0 - ein Blick in die Zukunft“ ins Rathaus ein. Gespräche über Berufstätigkeit und über Geschlechterrollen sollen in Gang kommen, und weil Demonstrieren und Diskutieren Appetit machen, fährt das Mütterzentrum Tenever ein Büffet auf. International, wie es an diesem und anderen Tagen am besten schmeckt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+