Kommentar über Mikroplastik

Für Lösungen zum Thema Mikroplastik braucht es Druck aus der Politik

Erschreckend ist es, wie wenig zum Thema Mikroplastik bislang geforscht wurde, meint Pascal Faltermann.
01.11.2019, 21:49
Lesedauer: 1 Min
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Für Lösungen zum Thema Mikroplastik braucht es Druck aus der Politik
Von Pascal Faltermann

Es ist beängstigend, welches brutale Ausmaß das Thema Mikroplastik bekommen hat. Tonnenweise Plastik in den Weltmeeren, Splitter in den Bäuchen von Fischen oder Seevögeln, winzige Partikel im menschlichen Verdauungstrakt oder Rückstände im Urin von Kindern.

Es wird zwar viel über ein Verbot von Plastik in Kosmetika oder von Gummigranulat auf Kunstrasenplätzen diskutiert. Aber es ist erschreckend, wie wenig noch bekannt ist. Zudem muss sich die Debatte viel stärker um die Themen drehen, die die Gesundheit der Menschen und den Schutz der Natur betreffen. Es ist noch nicht geklärt, was der menschliche Körper mit dem Plastik macht, außer es wieder auszuscheiden. Das ist gefährlich.

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Schön, dass Bremens Regierung nun einen Vorstoß zur Reduzierung der Belastung von Natur und Umwelt durch Mikroplastik macht. Aber es muss über den größten Verursacher von Mikroplastik gesprochen werden: Der Abrieb von Autoreifen. Auch dazu gibt es kaum Studien oder Forschung. Nur Appelle an die Nutzer bringen herzlich wenig. Hier muss die Autoindustrie Lösungen finden, und dafür braucht es Druck aus der Politik.

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