Hundert Beschäftige betroffen

Kurzarbeit für Bremer Stadtangestellte

Einige Eigenbetriebe der Stadt Bremen haben Kurzarbeit für ihre Beschäftigten beantragt. Diese gilt allerdings nur für Arbeiter oder Angestellte im öffentlichen Dienst.
25.04.2020, 08:30
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Kurzarbeit für Bremer Stadtangestellte
Von Silke Hellwig

In einigen Gesellschaften und Eigenbetrieben der Stadt Bremen gilt Kurzarbeit. Der Senat hat am Freitag eine Übersicht zur Kenntnis genommen. Kurzarbeit im Öffentlichen Dienst ist nur für Arbeiter und Angestellte möglich, die einem Tarifvertrag unterliegen, nicht für Beamte. Es sei grundsätzliches „primäres Ziel“, wie es in der Vorlage heißt, Kurzarbeit zu vermeiden und die Beschäftigten stattdessen „sinnstiftend zum Zwecke des Gemeinwohls“ da einzusetzen, wo die Pandemie zu erheblicher Mehrarbeit geführt hat.

Kurzarbeit bewilligt wurde oder beantragt ist für einige Hundert Beschäftigte, unter anderem für die Bremer Bäder, den Flughafen, die Theater GmbH, die Philharmoniker, die Brepark, die Werkstatt Nord und den Martinshof, das Focke-Museum, das Universum, die Glocke, die Messe, die Botanika, die BLG und die Fischereihafen-Betriebsgesellschaft mbH. In vielen Fällen wird das Gehalt aufgestockt, auf 85 oder 90, in einem Fall, mit Rücksicht auf die geringe Einkommensstruktur, auf 100 Prozent, wie aus der Übersicht hervorgeht.

Vor Kurzem hatten sich, wie berichtet, die kommunalen Arbeitgeberverbände mit den Gewerkschaften auf einen „Tarifvertrag Covid“ geeinigt. Er gilt nicht auf Landesebene. Die Länder lehnen ein solchen Vertrag ab, da Kurzarbeit nur eine Umverteilung von Steuergeldern sei, wenn die Bundesagentur für Arbeit einen Teil des Gehalts zahle.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+