Schutz für Bremer Studenten

Grüne und Asta für Impfkampagne an Hochschulen

Um Präsenzveranstaltungen im Wintersemester zu ermöglichen, fordert die Grünen-Fraktion eine Hochschul-Impfkampagne. Der Asta ist ebenfalls dafür.
01.07.2021, 16:24
Lesedauer: 1 Min
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Grüne und Asta für Impfkampagne an Hochschulen
Von Sara Sundermann

Um Präsenzveranstaltungen im Wintersemester zu ermöglichen, fordert die Grünen-Fraktion eine Hochschul-Impfkampagne. "Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir alle Studierenden erreichen", sagt die grüne Wissenschaftspolitikerin Solveig Eschen. Sie schlägt vor, die Studierenden aller Bremer Hochschulen per E-Mail anzuschreiben und ihnen einen Impfcode und aufklärendes Informationsmaterial zu schicken. Dazu könne man die Verteiler der Hochschulen nutzen. Eschen hat zu diesem Thema Fragen für die Bürgerschaftssitzung in der kommenden Woche eingereicht. "Ich glaube, dass einige Studierende sehr gut über Impfungen informiert sind, andere haben aber vielleicht auch den Eindruck, sie seien jetzt noch nicht dran", sagt Eschen.

Eher skeptisch ist Eschen bei der Frage, ob mobile Impfteams an den Hochschulen sinnvoll sein könnten. "Es gibt immer noch viele Online-Seminare, und das Semesterende naht, mein Eindruck ist, dass es auf dem Campus nach wie vor eher still ist." Deshalb könne man über Impfungen vor Ort vielleicht nicht alle erreichen. Für wichtiger hält sie daher, die Studierenden anzuschreiben. "Wir hoffen für das nächste Semester auf soviel Präsenz wie möglich."

"Wir begrüßen den Plan, vor allem, weil Studierende in der Pandemie sehr vernachlässigt worden sind", sagt Annemarie Krebs vom Asta der Uni zum Vorschlag einer Hochschul-Impfkampagne. Online-Seminare und das "Kasernieren in den eigenen vier Wänden", wie Krebs es nennt, hätten bei vielen Studierende zu Nachteilen und teils auch psychischen Problemen geführt. "Eine Impfkampagne wäre da ein guter Schritt."

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Mobile Impfteams auf dem Campus hält sie für sinnvoll. "Die Mensen und die Bibliotheken sind wieder geöffnet, einige Studierende sind wieder an der Uni unterwegs, und es gibt genug Wohnheime vor Ort", sagt Annemarie Krebs. Sie glaubt, dass die aufgehobene Impf-Priorisierung den meisten Studierenden bekannt ist. "Wichtig wäre aber sicher nochmal Aufklärung gerade in Bezug auf die Delta-Variante", sagt die 25-Jährige. Von Bedeutung sei sicher auch, welcher Impfstoff angeboten werde, sagt sie. Ein Großteil der Studierenden wünsche sich wieder Lehrveranstaltungen in Präsenz.

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