Focke-Windkanal Hubschraubervereinigung zeichnet Bremer Forschungsstätte aus

Bei einer Ehrung des Focke-Windkanals in der Bremer Innenstadt durch die weltweit größte Hubschraubervereinigung wurde der Einrichtung jetzt auch ein Rotorblatt von Fockes Hubschrauber Kolibri übergeben.
15.09.2019, 17:00
Lesedauer: 1 Min
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Hubschraubervereinigung zeichnet Bremer Forschungsstätte aus
Von Detlev Scheil

Der Bremer Flugpionier Henrich Focke (1890 bis 1979), der den weltweit ersten Hubschrauber erfand, genießt in der internationalen Luftfahrt weiterhin hohes Renommee. Das zeigte am Sonntag erneut eine kleine Feierstunde im Focke-Windkanal in der Emil-Waldmann-Straße, der einst eine Forschungsstätte Fockes war. Die Vertical Flight Society (VFS), größte Hubschraubervereinigung der Welt, ernannte den Focke-Windkanal zur weltweit elften „Vertical Flight Heritage Site“. Eine Ehrentafel dokumentiert jetzt die Bedeutung des Windkanals als wichtige historische Stätte.

In Vertretung des VFS-Präsidenten Mike Hirschberg übergab Professor Berend van der Wall vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig die Ehrentafel. Und der DLR-Seniorwissenschaftler hatte noch eine Überraschung für Kai Steffen, den langjährig engagierten Vorsitzenden des Vereins Focke-Windkanal, mitgebracht: ein 4,70 Meter langes Originalrotorblatt des Kolibri-Hubschaubers, den Henrich Focke gemeinsam mit Carl F. W. Borgward 1956 entwickelt hatte.

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Die Kolibri-Rotorblätter mit Holzrippen galten lange als verschollen, wurden aber bereits vor zehn Jahren bei einer Heizungsmodernisierung im DLR gefunden – jedoch ohne damals genau zu wissen, um welche Rotorblätter es sich handelt. Erst vor Kurzem konnte Berend van der Wall die Fundstücke eindeutig zuordnen. Die anderen beiden Rotorblätter verbleiben beim DLR.

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