Hochschule für künstliche Intelligenz geplant Neustart für die Jacobs University in Bremen-Nord

Ein deutsch-chinesisches Konsortium führender Software-Hersteller will bei der Bremer Jacobs University einsteigen. Die Privathochschule soll zu einem Forschungszentrum für künstliche Intelligenz werden.
16.11.2020, 17:09
Lesedauer: 1 Min
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Neustart für die Jacobs University in Bremen-Nord
Von Jürgen Theiner

Die private Jacobs University in Bremen-Nord steht vor einer grundlegenden Neuausrichtung. Ein Konsortium aus dem deutschen Software-Riesen SAP, dem ebenfalls in der Software-Entwicklung tätigen chinesischen Unternehmens Neusoft und des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz (DFKI) steht bereit, um den Grohner Campus zu einem Hochschul- und Weiterbildungskomplex im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) umzuwandeln. Die derzeit von der Jacobs-Uni betriebenen Studiengänge sollen mittelfristig auslaufen. Die 2001 eröffnete Privathochschule wäre dann in ihrer bisherigen Form Geschichte.

Voraussichtlich zum Jahresende, spätestens aber wohl Mitte nächsten Jahres wird das Konsortium die Mehrheitsanteile an der Jacobs-Uni übernehmen. Es kann dann mit der inhaltlichen Umgestaltung der Privathochschule beginnen. Den aktuell rund 1500 Jacobs-Studenten, die in 15 Bachelor- und fünf Masterstudiengängen eingeschrieben sind, soll garantiert werden, dass sie ihr Studium bis zum Abschluss fortsetzen können. Parallel soll der Wissenschaftsbetrieb der neuen KI-Hochschule aufgebaut werden.

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„Die Partner bringen alle erforderlichen Fachkenntnisse und Ressourcen ein, um den geplanten Campus zu errichten, zu unterhalten und erfolgreich zu betreiben“, heißt es in einer Vorlage für die Senatssitzung am Dienstag. Neusoft etwa betreibt bereits Hochschulen mit etwa 40.000 Studenten weltweit. Auch SAP kooperiert mit großen Universitäten und engagiert sich bei der Erforschung künstlicher Intelligenz.

Innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre will die Dreier-Allianz in Grohn einen zweistelligen Millionenbetrag investieren. Die Zahl der eingeschriebenen Studenten soll sich auf 3000 verdoppeln, tendenziell sind sogar 5000 angepeilt.

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