Thema im Fachausschuss Kein Tempo 30 für die gesamte Bismarckstraße

Die Einführung von Tempo-30-Strecken erhitzt auch im Viertel und in der Östlichen Vorstadt weiterhin die Gemüter. Nun liegen neue Entscheidungen und Empfehlungen vor.
20.09.2019, 19:33
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Kein Tempo 30 für die gesamte Bismarckstraße
Von Sigrid Schuer

Auch der Fachausschuss Mobilität und Klima des Beirates Östliche Vorstadt hat sich nun konstituiert. Zu den schon aus der langjährigen Beiratsarbeit bekannten Gesichtern zählen CDU-Politurgestein Peter Kadach, Anke Koslowski (SPD), Helmut Kersting (Die Linke), der einstimmig zum Ausschusssprecher gewählt wurde, und Jens Schabacher, Sachkundiger Bürger der Grünen, der ebenso einstimmig zum stellvertretenden Ausschusssprecher gekürt wurde. Neu im Ausschuss sind Arne Hellenthal, Sachkundiger Bürger für die Linken, Karin Steiger, Sachkundige Bürgerin der Bürgerinitiative Leben im Viertel und Markus Werner (Bündnis 90/Die Grünen).

Auf der konstituierenden Sitzung des Fachausschusses wurden verschiedene Bürgeranträge erörtert. So informierte Manuela Jagemann, stellvertretende Leiterin des Ortsamtes Mitte darüber, dass das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) den Bürgerantrag zur Einführung von Tempo 30 auf der gesamten Bismarckstraße, an der das Betty-Gleim-Haus liegt, abgelehnt habe.

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Im Ausschuss wurde dann auch der Antrag der Schülerschaft an das ASV erörtert, in dem darum gebeten wird, vor dem Gymnasium an der Hamburger Straße durchgehend eine Tempo-30-Strecke zum Ende des Monats einzurichten. Auch hier befürwortet der Ausschuss die Einrichtung einer Tempo-30-Strecke mit der Empfehlung, mit diesem Beispiel im übrigen Viertel voranzugehen. Das Argument: Auswirkungen auf den Öffentlichen Nahverkehr seien nicht zu befürchten. Als unsinnig empfinden die Ausschuss-Mitglieder die zeitliche Begrenzung von sechs bis 22 Uhr.

Dass eine durchgehende Tempo-30-Strecke nicht immer das Maß aller Dinge ist, zeige die nach wie vor schwierige Situation der Querung von der St.-Jürgen-Straße zur Humboldtstraße, so die Stadtteilpolitiker. Hier folgen sie dem Antrag einer Bürgerin und plädieren, gerade auch im Hinblick auf die voraussichtliche Fertigstellung des Neuen-Hulsberg-Viertels im Jahr 2027, für die Einrichtung eines Zebrastreifens im Kreuzungsbereich.

Sie wollen diese Empfehlung nun an das ASV weiter gegeben. Eine Zählung der Querungen habe bereits stattgefunden, so Manuela Jagemann. Die Auswertung und Interpretation der Zahlen gestalte sich jedoch nicht ganz unkompliziert. Einen Zebrastreifen an dieser Stelle einzurichten sei auf jeden Fall für den Etat des Stadtteilbudgets von 50.000 Euro pro Jahr schonender, der dem Ausschuss für derlei Maßnahmen zur Verfügung stehe.

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