Jugendsparte des Theaters Bremen Auf Erkundungsreisen

Die Themen Rassismus und Definition von Geschlechterrollen stehen im Zentrum der sieben Produktionen, die die Jugendsparte des Bremer Theaters in der Spielzeit 2019/20 an den Start bringt.
26.04.2019, 17:43
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Auf Erkundungsreisen
Von Iris Hetscher

Sieben neue Inszenierungen der Jugendsparte auf einen Streich stellte Nathalie Forstman, Leiterin der Jungen Akteure, am Freitag vor. Vor allem drei Themen stünden dabei auf der Agenda, so Forstman: Rassismus, das Ansprechen unbequemer Wahrheiten und die Definition von Geschlechterrollen.

Den Auftakt macht ein Stück für Menschen ab neun Jahren, „Die Zerbrechlichen“ von Fabrice Melquiot. Es wurde 2018 mit dem Deutschen Kindertheaterpreis ausgezeichnet und thematisiert auf poetische Art, wie man Ressentiments überwinden kann. Premiere ist am 21. September im Brauhaus, Regie führt Theo Fransz. Am 29. September folgt im Brauhauskeller „Tanz der Sterne“, geeignet für Menschen ab sechs Jahren. Die Choreografin Salome Schneebeli verspricht eine Forschungsreise durch verschiedene Universen. „Jugend ohne Gott“ steht ab dem 7. Dezember im Brauhaus auf dem Programm. Die Theaterversion des Romans von Ödön von Horvath inszeniert Alexander Riemenschneider.

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Eine Koproduktion der Jungen Akteure mit der Schauspielsparte ist „Frühlings Erwachen“, ausgeflaggt als „ein Projekt nach Frank Wedekind“. Unter der Regie von Alize Zandwijk und der Choreografie von Tomas Bünger wird es um Stereotypen von Männlichkeit gehen; Premiere ist am 16. Januar 2020 im Kleinen Haus. Eine weitere Zusammenarbeit steht am 14. Februar 2020 im Kleinen Haus an: „Young Dogs Do Cry Sometimes“ realisieren die Jungen Akteure gemeinsam mit Samir Akika und den Unusual Symptoms, entstehen sollen „performative Selbstporträts“.

Als „Schmusical“ für Menschen ab zwölf Jahren ist dagegen „Like A Virgin“ angekündigt, das am 18. April 2020 im Brauhaus Premiere hat. Regie bei dieser Erkundung der Wirrnisse des Teenager-Daseins führen Nathalie Forstman und Christiane Renziehausen, die das Projekt mit 15 jungen Akteurinnen und Akteuren umsetzen. Nach der Premiere von „Der rote Baum“ (ab sechs Jahren) am 10. Mai beendet am 11. Juli ein „Mani:Fest der Jugend“ die Spielzeit, an dem auch das Publikum partizipieren soll. Erarbeitet wird das „Mani:Fest“ während der gesamten Spielzeit.

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