Release-Konzert im Musikclub Tower

Fans tragen Bremer Band Faakmarwin auf Händen

Das letzte Mal zu viert. Am Freitag trat die Bremer Band Faakmarwin im Tower auf. Die Fans gingen ordentlich mit - und verabschiedeten Gitarrist Christoph Endrigkeit im Chor.
16.02.2019, 13:12
Lesedauer: 2 Min
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Von Carlotta Stürken
Fans tragen Bremer Band Faakmarwin auf Händen

Die Besucher tragen Sänger Alex Skipka auf Händen.

Carlotta Stürken

Noch eine halbe Stunde bis zum Auftritt: Lässig sitzt Alex Skipka, Sänger der Band Faakmarwin, auf der Fensterbank im Backstage-Raum des Tower Musikklubs in Bremen. Mit einem alkoholfreien Bier in der Hand gesteht er, dass er eigentlich nie Lampenfieber habe, aber heute sehr nervös sei. „Man kann heute niemandem die Schuld geben, wenn etwas schiefläuft, weil wir alles selber organisiert haben“, sagt Skipka. Die angebliche Aufregung merkt man ihm nicht an.

Bevor die Show von Faakmarwin beginnt, stimmt die Vorband von Christian Falk das Publikum mit Lagerfeuermusik ein. Währenddessen füllt sich der Raum. Schon bald findet kaum noch jemand auf der Tanzfläche Platz.

Begeisterten das Publikum im Tower: Faakmarwin.

Begeisterten das Publikum im Tower: Faakmarwin.

Foto: Carlotta Stürken

Bühne frei für Faarkmarwin

21 Uhr, die Vorband hat die Bühne inzwischen verlassen. Der Vorhang zieht sich langsam auf, die Lampen flackern hin und her. Am Schlagzeug sitzt Jannik Ost (28), Gitarrist der Band ist Ole Janßen (26) und Alex Skipka (28) grinst mit dem Mikrofon in der Hand von der Bühne runter. Die Menge jubelt, singt im Chor den Namen des zweiten Gitarristen, Christoph Endrigkeit, der seinen vorerst letzten Auftritt feiert, da er aus beruflichen Gründen Bremen verlässt und nach Marburg zieht.

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Mit dem Song "High wie Kometen" legt die Bremer Band los und heizt dem Publikum ordentlich ein. Die Konzertbesucher sind sichtlich begeistert. Die gute Laune der Musiker färbt sich auf die Anwesenden ab - sie toben, sie singen, sie hüpfen. Weitere Songs im Genre Indie-Rock und Rap werden gespielt, unter anderem "Du bist schön", "Ich liebe die Nacht" oder "Und du tanzt".

"Ihr kennt das doch sicherlich: Ihr habt einen Menschen in eurem Leben, den ihr liebt, aber ihr wisst, dass er euch nicht gut tut." Mit diesen Worten wird der neuste Song "Ich kann’s nicht mehr hören" eingeleitet. Die Band ist in grünes Licht getaucht. Mit dem letzten Satz des Songs "Ich geb dich jetzt auf" leuchtet die große Glühbirne in der Mitte hell auf, viele Arme schießen in die melancholisch, aufgeladene Luft. Die Bühnenshow ist mehr als gelungen und neben der Musik, regt sie zum Tanzen an.

Die Zeit vergeht wie im Flug

Weitere Songs verstreichen, die Glühbirnen platzen fast vor Helligkeit, die Besucher stimmen bei den Liedern mit ein. Kurz vor Ende des Auftritts wird ein großes Brett auf die Bühne gebracht: Die Anweisung folgt: "Wir brauchen ein paar starke Männer und Frauen hier vorne", sagt Skipka. Die eingeschworene Fangemeinde der Band handelt prompt und stemmt das Brett samt Sänger.

Nach über einer Stunde wird das letzte Lied "Die Stadt lebt", ein älterer Song, angekündigt. Kaum ist die abschließende Strophe gesungen, wird im Einklang "Zugabe" aus den Fan-Reihen geschrien.

Die Band Faakmarwin gibt es seit sechs Jahren.

Die Band Faakmarwin gibt es seit sechs Jahren.

Foto: Carlotta Stürken

Die Bühne verdunkelt sich, die Bandmitglieder verlassen sie. Wieder rufen alle "Christoph" im Takt und plötzlich geht die Musik langsam wieder an – die Band ist zurück. Mit weiteren fünf Songs bringen sie ihre Anhänger erneut zum Feiern.

"Wir sind alle Faakmarwin, vielen Dank", die letzten Worte sind gesprochen und die Band verabschiedet sich. Eines muss man auf jeden Fall festhalten: Faakmarwin ist definitiv eine Live-Band und einen Besuch wert.

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