Jens Kellner organisiert Motorradreisen in ganz Europa Mit der Harley zum Traumjob

Vegesack. Jens Kellner ist Motorradfahrer mit Leib und Seele. Er organisiert Touren in ganz Europa.
20.03.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Mit der Harley zum Traumjob
Von Jörn Hüttmann

Jens Kellner ist Motorradfahrer mit Leib und Seele. Er organisiert Touren in ganz Europa. Früher nur für Freunde – heute hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Sich damit selbstständig zu machen, war für den Nordbremer lange Jahre nur ein Traum. Doch im vergangenen Jahr hat er den Sprung gewagt.

Strahlend blauer Himmel, Berge soweit das Auge reicht und das Rauschen des Fahrtwindes am Helm – es ist der Stoff, aus dem Motorradfahrer-Träume sind. Auch die von Jens Kellner. Seit Jahren ist er mit seiner Harley in den Alpen, Pyrenäen und dem Schwarzwald unterwegs. Doch im vergangenen Jahr ist er noch einen Schritt weitergegangen – hat sich einen Traum erfüllt.

Im April 2014 hat er sich endlich selbstständig gemacht. Die Reisen, die er früher nur für Freunde organisiert hat, kann jetzt jeder bei ihm buchen. Es hat lange gedauert, bis er den Schritt gewagt hat. „Die Idee hatte ich über fünf Jahre lang im Kopf“, sagt Jens Kellner. Bis ein Freund aus dem Aller-Weser-Chapter, seinem Harley-Davidson-Motorradclub, ihn noch einmal bestärkt hat, dass aus seinem Know-how ein Geschäftsmodell werden könne. So wurde der 42-Jährige zum – seiner Schilderung nach – einzigen Anbieter von Motorradreisen in Bremen.

Seitdem hat Kellner die besten Touren, die er selbst in all den Jahren gefahren ist, noch einmal aufbereitet und verfeinert. „Einige bin ich bis zu dreimal gefahren“, sagt Kellner. Der Aufbau ist dabei immer gleich: Rund um ein Basishotel stellt der gelernte Maurer ein Programm zusammen. „So muss man nicht jeden Tag ein- und auspacken“, sagt der Kellner. „Und nach zwei Tagen kennt man sich aus.“ Von dort aus stehen jeden Tag 200 bis 300 Kilometer lange Touren zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung an. „Dabei sitzen wir täglich bis zu acht Stunden auf dem Motorrad.“

Der gebürtige Nordbremer hat vier Touren im Angebot. Zwei in den Tiroler Alpen, eine in den Pyrenäen und eine im Schwarzwald und dem Elsas. „Dabei fahren wir Pässe, von denen die meisten Motorradfahrer schon in Büchern gelesen haben – den Mendelpass oder den Großglockner“, sagt Kellern. „Aber nur die Wenigsten waren schon einmal da.“

Motorradfahrer, denen der Organisationsaufwand zu groß ist, die vielleicht auch etwas Respekt vor den Strecken und den Gegebenheiten vor Ort haben, sind seine Zielgruppe. „Das Alter reicht von 20-Jährigen bis zum 70-Jährigen“, sagt Kellner. „Und natürlich sind die Touren für alle Marken offen.“

Allerdings verlief der Start in die Selbstständigkeit holprig. Bis alle Formalitäten erledigt waren, vergingen einige Monate. „Und die Motorradsaison war im Prinzip gelaufen“, sagt Kellner. Deshalb ist im vergangenen Jahr keine Fahrt zustande gekommen. Dafür will Kellner in diesem Jahr durchstarten. Er war mit Ständen auf den Motorradmessen in Hamburg und Oldenburg vertreten. „Und das Interesse ist da.“ Derzeit habe er um die 30 Anfragen und sei optimistisch, dass Ende April die erste Fahrt zustande komme.

Wenn alles gut läuft, wird Jens Kellner von da an kaum noch zu Hause sein. Er hat für den ganzen Sommer Touren geplant. „Zwischendurch bin ich auch mal drei Wochen hier – aber ansonsten auf Achse“, sagt Kellner.

Die Saisonarbeit sei die einzige Parallele zu seinem alten Job als Maurer. Allerdings falle bei seinem Traumjob ebenfalls im Winter jede Menge Organisationsarbeit an. „Auch wenn mein Motorrad im kalendarischen Winter eingemottet in der Garage steht.“

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