Nach Wasserrohrbruch im Bremer Viertel

Vollsperrung am Dobben dauert bis Ende des Monats

Die Straße am Dobben im Bremer Viertel bleibt nach einem Wasserrohrbruch kurz vorm Siewall mindestens bis 28. Mai gesperrt. Falls Straßenbahngleise ersetzt werden müssen, können die Arbeiten länger dauern.
18.05.2021, 18:31
Lesedauer: 2 Min
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Vollsperrung am Dobben dauert bis Ende des Monats
Von Pascal Faltermann
Vollsperrung am Dobben dauert bis Ende des Monats

Durch einen Wasserrohrbruch ist die Straße am Dobben komplett gesperrt.

Symbolfoto: Frank Thomas Koch

Die Vollsperrung im Bremer Viertel dauert an. Mindestens bis zum 28. Mai muss an der Straße am Dobben kurz vor der Sielwallkreuzung gearbeitet werden. Nach einem Wasserrohrbruch in der Östlichen Vorstadt am vergangenen Donnerstag ist der Schaden groß. Die Wasserversorgung der rund 250 betroffenen Haushalte war am Freitagmorgen wieder hergestellt. Da allerdings die Fahrbahn auf einer Länge von rund 50 bis 60 Metern unter Wasser stand, wurde Sand hoch- und weggespült. Dadurch haben sich Hohlräume unter Wegen und Straße gebildet. Autos und Straßenbahnen müssen den Bereich umfahren.

An diesem Mittwoch soll laut Friedhelm Behrens, Sprecher des regionalen Ver- und Entsorgers SWB, überprüft werden, inwieweit auch die Straßenbahngleise betroffen sind. Die Tragfähigkeit der Schienen werde gemessen, Vertreter der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) würden dann das Ergebnis bewerten. "Wenn alles so bleiben kann, wollen wir Ende nächster Woche mit den Arbeiten fertig sein", sagt Behrens. Dann rechnet die SWB mit Kosten rund etwa 90.000 Euro. Falls die Gleise aber ausgebaut werden müssen, können die Arbeiten – und damit auch die Vollsperrung zwischen Dobben und Sielwallkreuzung – ein paar Wochen länger dauern. Auch die Kosten würden dann deutlich steigen. Noch sei aber nicht abzuschätzen, wie teuer das dann werden könnte, sagt Behrens.

Die durch den Wasserrohrbruch entstandenen Hohlräume müssen aufgefüllt werden, um ein Absacken von Straße und Schienen zu verhindern. Die Nebenanlagen, also Geh- und Fußwege, sind laut SWB bereits wieder hergestellt. Durch Erschütterungen von Autos und Straßenbahnen könne es immer wieder dazu kommen, dass ältere Wasserrohre kaputt gehen, sagt Behrens. Mit Polizei und dem Amt für Straßen und Verkehr sei die Baustelle abgestimmt, Einsatzfahrzeuge könnten alle umliegenden Straßen erreichen. Autofahrer müssen im Viertel weitere Umwege in Kauf nehmen, weil die Humboldtstraße wegen eines Verkehrsversuchs derzeit eine Sackgasse ist, durch die nur Fußgänger und Radfahrer durchkommen.

Die Sperrung wirkt sich allerdings auf den öffentlichen Personennahverkehr aus: Die Straßenbahnlinien 10 und N10 können die Haltestelle Humboldstraße nicht mehr anfahren und werden deshalb über den Hauptbahnhof, den Schüsselkorb sowie Domsheide und Sielwall umgeleitet. Im Februar 2018 hatte es etwa 100 Meter von der jetzigen Stelle entfernt ebenfalls einen Wasserrohrbruch gegeben. Die Straße musste damals tagelang gesperrt werden.

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