Neuigkeiten zu den Coronatests Es fehlt an einer Strategie

Dass die Testkapazitäten für das Coronavirus mehr als ausreichend sind, ist eine gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass man nicht weiß, was man damit machen soll, meint Timo Thalmann.
30.04.2020, 06:17
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Es fehlt an einer Strategie
Von Timo Thalmann

Eigentlich sind es gleich zwei gute Nachrichten in Sachen Corona: Die Testkapazitäten sind inzwischen mehr als ausreichend. Und es wird weniger getestet, als jetzt möglich wäre, offenbar weil gar nicht so viele Menschen die Indikationen erfüllen, um getestet zu werden. Das Infektionsgeschehen hat nicht mehr die anfängliche Dynamik. Das ist gut.

Die schlechte Nachricht ist, dass man offenbar keine rechte Strategie hat, wie die Testkapazitäten intelligent genutzt werden sollen. Statt über Maskenpflicht, Schulöffnungen und Lockerungen könnte man ja mal darüber debattieren. Die entscheidende Frage ist doch: Wie können neue Infektionsfälle künftig am schnellsten erkannt und eingedämmt werden?

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Aus dem Gesundheitsministerium heißt es, Pflegekräfte und medizinisches Personal sollen mehr getestet werden. Regelmäßig. Aber wie wird das praktisch umgesetzt? Nach dem Personal auch die Bewohner? Und was ist mit den Angehörigen, die gerne wieder zu Besuch kämen? Und was ist mit anderen exponierten Gruppen: Lehrer? Erzieherinnen? Verkaufspersonal? Die wirklich wichtigen Debatten führt die Politik bei diesem Thema nicht.

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