Offshore-Windindustrie

Das Vertrauen wird belohnt

Betreiber von künftigen Offshore-Windparks hatten bei ihrer Kalkulation auf leistungsfähigere Anlagen gesetzt. Die liefert die Industrie nun. Vertrauen zahlt sich meistens aus, findet Redakteur Peter Hanuschke.
20.05.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Das Vertrauen wird belohnt
Von Peter Hanuschke

Wer gegen Offshore-Windparks war, hatte in den Anfangsjahren ein gutes Argument: Denn für den Strom gab es eine feste Einspeisevergütung je Kilowattstunde, die über dem Marktpreis lag. Und Verbraucher mussten deshalb pro Kilowattstunde eine Ökostrom-Umlage zahlen. Dieses Fördermodell wurde vor zwei Jahren durch ein Ausschreibungsmodell abgelöst – mit überraschenden Ergebnissen: So hatten bei der ersten Ausschreibung Projekte den Zuschlag bekommen, die gar keine öffentliche Förderung mehr benötigen.

Lesen Sie auch

Die Betreiber hatten dabei auf die Zukunft gewettet. Denn mit den damals zur Verfügung stehenden Anlagen wäre die Null-Förderung-Kalkulation nie aufgegangen. Klar war, dass die Parks erst in den Jahren nach 2021 realisiert werden. Was fehlte, waren Windkraftanlagen mit einfach mehr Leistung.

Die kommen nun in den nächsten Jahren. Das Vertrauen der Betreiber in die Industrie wurde belohnt. Daran sollte sich Politik einmal orientieren: Denn statt diese junge Industrie geradlinig zu unterstützen, hat sie der Branche mit ihrem Zickzack-Kurs in der Vergangenheit immer wieder geschadet.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+