Beirat stimmt Notunterkunft zu Platz für 85 Flüchtlinge in der Reepschlägerstraße

Der Blumenthaler Beirat hat am Montag einer Unterbringung von Flüchtlingen auf dem Schulgelände an der Reepschlägerstraße einstimmig zugestimmt. Insgesamt können dort 85 Menschen untergebracht werden.
22.04.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Christina Denker

Der Blumenthaler Beirat hat am Montag einer Unterbringung von Flüchtlingen auf dem Schulgelände an der Reepschlägerstraße einstimmig zugestimmt. Insgesamt können in dieser Notunterkunft 85 Menschen untergebracht werden: In der Turnhalle 50 Personen, in einem Verwaltungsgebäude weitere 35.

Ab Herbst ist nach Angaben von Petra Kodré von der Sozialbehörde eine Nutzung des Schulgebäudes möglich. „Damit wäre die Turnhalle für den Sportbetrieb wieder frei.“ Größere Umbauten am Schulgebäude seien nicht geplant. Die Sozialbehörde begreift den Standort Reepschlägerstraße als Vorphase zum geplanten Flüchtlingsheim in der Kapitän-Dallmann-Straße. Weil die Behörde immer wieder in Situationen gerate, die schnelles Handeln erforderten, soll die Blumenthaler Schule laut Kodré längerfristig als Notunterkunft bereitgehalten werden.

Ralf Schwarz: Steuerverschwendung

Für Ralf Schwarz (CDU) ist dies Steuerverschwendung: „Hat die Stadt nicht mal einen umfassenden Plan mit einem größeren Gebäude?“, fragte er. Petra Kodré räumte ein, dass sich das Sozialressort eine zentrale Aufnahmestelle zwar wünsche, es aber schwierig sei, für ein solches Projekt mit 500 Plätzen die Zustimmung eines Beirats zu bekommen. Allerdings, sagte die Referatsleiterin, müsse über größere Unterkünfte nachgedacht werden, sollten die Flüchtlingszahlen weiterhin derart ansteigen. Alex Schupp (SPD), indes dachte über dezentrale Lösungen von Flüchtlingsunterbringungen nach. Er fragte, warum die Stadt nicht leer stehende Häuser an der Turnerstraße aufkaufe.

Damit sorgte er unter den anwesenden Bewohnern der Turnerstraße für große Empörung und erntete ein vielstimmiges „Pfui“. Die Anwohner waren sichtlich sauer. „Ja, schmeißt uns doch alle raus“, rief einer von ihnen. Die Bürger hatten im Verlauf der Sitzung noch einmal auf ihre finanziellen Nöte wegen der Sanierung der Turnerstraße aufmerksam gemacht. Sie berichteten, dass Anwohner ihre Häuser verkaufen müssten, weil sie die Anliegerbeiträge nicht bezahlen könnten.

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