Bremer Raumfahrt Zum Mond und zum Mars mit Bremer Technik

Dass Bremer Unternehmen seit Jahrzehnten an internationalen Raumfahrtprojekten beteiligt sind, hat Tradition. Das setzt sich auch in diesem Jahr fort: unter anderem mit einer Mond- und einer Marsmission.
25.01.2022, 21:25
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Zum Mond und zum Mars mit Bremer Technik
Von Peter Hanuschke

Wenn der geplante Start der Nasa-Mission Artemis I im März mit der Space Launch System-Rakete und dem Orion-Raumschiff vom Kennedy Space Center in den USA  in Florida stattfindet, dann fliegt wesentliche Technik Made in Bremen mit. Gleiches gilt für das Exomars-Projekt im Herbst.

So etwas hat in Bremen Tradition. Denn Unternehmen aus Bremen und der Region sind seit Jahrzehnten an einer Vielzahl von internationalen Weltraumprojekten beteiligt - mal als Hauptauftragnehmer, Zulieferer oder Partner. Das setzt sich auch in diesem Jahr fort. Zu den Schwergewichten am Standort Bremen gehören Airbus Defence and Space (DS), die Ariane Group und OHB. Die Ariane Group verantwortet die Ariane-Trägerrakete innerhalb eines europäischen Industriekonsortiums - in Bremen wird für die Trägerrakete die Oberstufe gebaut. Der Erstflug der neusten Trägerraketengeneration, der Ariane 6, ist für Mitte dieses Jahres vorgesehen.

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Airbus DS und OHB gehören zu den Unternehmen, die von ihren Aktivitäten her sehr breit aufgestellt sind: Beide Unternehmen liefern wesentliche Beiträge - etwa beim Bau und Betrieb der Internationalen Raumstation (ISS), der Entwicklung von Satelliten und eben den geplanten internationalen Missionen zum Mond oder Mars.

Im März geht es noch nicht zum Mond, aber auf die Umlaufbahn des Erdtrabanten - ein Ereignis, das eine neue Dekade der Raumfahrt einläuten wird: Dieser unbemannte Flug gilt als Vorbereitung für den bemannten Flug auf die Mondoberfläche, der für 2024 geplant ist - also nach mehr als 50 Jahren des letzten Besuchs von Astronauten mit der Apollo 17.

Was Technik Made in Bremen damit zu tun hat? Am Standort von Airbus DS wurde und wird im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation Esa das Antriebsmodul für das US-Raumschiff Orion entwickelt und gebaut. Airbus DS ist Hauptauftragnehmer eines Industriekonsortiums aus zehn europäischen Ländern.

Dieses sogenannte Europäische Service-Module (ESM) für Orion gilt mit seinem Antriebssystem als Herzstück des Orion-Raumschiffes. Es bringt die Astronauten zum Mond und ist bei den weiteren Artemis-Missionen der US- Weltraumbehörde Nasa auch für den Transport von ­Verbrauchsmaterialien vorgesehen, die das Überleben von Astronauten auf einer Mondbasis ermöglichen. Mit der Fertigung des ESM hatte die Nasa erstmals nicht ein US-Unternehmen beauftragt.

Beim Exomars-Projekt, bei dem es um die weitere Erforschung des Roten Planeten geht, ist OHB direkt beteiligt: Von dem Bremer Raumfahrtunternehmen stammt unter anderem das Trägermodul, das den Lander und den Rover zum Mars transportieren soll. Das Exomars-Programm ist ein gemeinsames Projekt von Esa und der russischen Raumfahrtagentur Roscosmos. Der Start vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ist für September vorgesehen und sollte dann auch stattfinden. Denn die Himmelskörperkonstellation erlaubt es dem Raumfahrzeug nämlich nur alle zwei Jahre für etwa zehn Tage, den Mars von der Erde aus in kürzester Zeit – etwa neun Monate – zu erreichen. Und das ist im September.

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