Dolmetscher spricht Kurdisch statt Türkisch Prozess am Bremer Landgericht beginnt mit Panne

Eigentlich sollte am Montagmorgen der Prozess gegen einen 36-Jährigen wegen versuchter Tötung am Landgericht Bremen beginnen. Doch dazu kam es nicht - denn der Dolmetscher spricht die falsche Sprache.
08.07.2019, 09:32
Lesedauer: 1 Min
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Von Ralf Michel

Mit einer Panne hat am Montagmorgen am Landgericht Bremen der Prozess gegen einen 36-jährigen Mann begonnen, dem versuchter Totschlag vorgeworfen wird. Laut Anklage soll er im Januar dieses Jahres in einem Bus einer Bekannten einen Kugelschreiber ins Auge gerammt haben.

Der Mann versteht kein Deutsch, ist auf die Hilfe eines Türkisch-Dolmetschers angewiesen. Ein Dolmetscher war zwar bei Prozessbeginn anwesend, doch wie sich herausstellte, spricht er nicht Türkisch, sondern Kurdisch - eine Verständigung mit dem Angeklagten war daher nicht möglich. Die Verhandlung wurde unterbrochen, das Gericht versuchte, kurzfristig einen türkischsprachigen Dolmetscher zu finden. Was tatsächlich nach einer Stunde gelang. Die Verhandlung konnte mit der Verlesung der Anklage (und deren Übersetzung) fortgesetzt werden.

Dabei warf die Staatsanwaltschaft dem 36-Jährigen nicht nur den versuchten Totschlag vor. Er soll die Frau auch zuvor schon mehrfach schwer verletzt haben. Der Angeklagte selbst äußerte sich zum Prozessauftakt nicht zu den Vorwürfen.

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++ Dieser Text wurde am 8. Juli, um 11.38 Uhr aktualisiert. ++

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