Bremer Senat beschließt weitere Lockerungen

Maskenpflicht in Klassenräumen fällt weg

Schüler können ohne Maske lernen, Schwimmbäder dürfen wieder öffnen und Prostituierte Kunden empfangen: Der Bremer Senat hat am Dienstag weitere Lockerungen der Corona-Verordnung beschlossen.
15.06.2021, 16:06
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Maskenpflicht in Klassenräumen fällt weg
Von Nina Willborn
Maskenpflicht in Klassenräumen fällt weg

Mit Maske im Klassenraum: Das hat sich für die Bremer Schülerinnen und Schülerinnen nun erst einmal erledigt.

Archiv/Matthias Balk/DPA

Bremer Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse sowie Lehrerinnen und Lehrer sollen ab Montag, 21. Juni, keine Maske mehr in den Klassenräumen tragen müssen. Das sollebenso für die Beschäftigten der Kindertagesstätten gelten. Diese Lockerungen der Maskenpflicht hat der Senat am Dienstag beschlossen.

Die Maskenpflicht gilt aber weiterhin generell in den Schulgebäuden, also in den Treppenhäusern und Gängen. Die Testpflicht wird, wie der Senat ankündigt, ebenfalls angepasst: Kinder und Kita-Fachkräfte können Schulen zum Kennenlernen ohne Test betreten, Eltern ebenfalls für Elternabende und Mitglieder von Sportvereinen, wenn sie zu den Turnhallen wollen. Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) bezeichnete die Lockerungen der Maskenpflicht als "großen Gewinn für die pädagogische Arbeit".

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Angesichts der sinkenden Inzidenzen sowie steigender Impfquoten und einer Entspannung in den Kliniken hat der Senat Lockerungen auch für andere Bereiche beschlossen, die aber alle durch den Verfassungs- und Geschäftsordnungsausschuss der Bremischen Bürgerschaft noch bestätigt werden müssen. Das soll am Donnerstag, 17. Juni, geschehen. "Es ist richtig, dass wir ein Stück weiter zur Normalität zurückkehren", sagte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke). "Trotzdem müssen wir weiterhin achtsam sein, die Pandemie wird uns auch in den kommenden Wochen noch begleiten. Das müssen wir uns alle klarmachen und auch unser Verhalten daran ausrichten."

Die weiteren Lockerungen (ab 21. Juni) im Überblick:

Kontaktbeschränkungen: Treffen von bis zu zehn Personen sind möglich, alternativ Treffen von zwei Haushalten ohne Beschränkung der Personenzahl.

Öffnungen: Nur noch Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen. Schwimmbäder, Saunen und Prostitutionsstätten dürfen unter Anwendung von Hygienekonzepten öffnen. 

Veranstaltungen: Innen wird die maximale Besucherzahl auf 250 angehoben, für Veranstaltungen unter freiem Himmel auf bis zu 1000 - jeweils Hygienekonzepte  vorausgesetzt. Für angemeldete Open-Air-Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen entfallen die Mindestabstände, wenn die Inzidenz stabil unter 35 liegt und alle Personen negative Tests vorweisen können. In der Gastronomie entfällt die Sperrstunde, für Museen die Terminbuchungen.  

Sport: Indoor ohne Einschränkung mit bis zu 20 Personen möglich, unter freiem Himmel gibt es keine corona-spezifischen Beschränkungen mehr.

Pflegeeinrichtungen: Beschränkungen in Einrichtungen können vom Gesundheitsamt gesenkt werden, wenn 80 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner geimpft sind.

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