Kommentar über das Haus der Athleten

Bremer Politik muss sich zum Spitzensport bekennen

Die Bremer Sportstiftung hat jetzt die Pläne für das Haus der Athleten vorgestellt. Die Wirtschaft ist mit im Boot, die Politik fehlt noch. Dabei haben die Sportler gute Argumente, meint Mathias Sonnenberg.
23.07.2019, 18:00
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Bremer Politik muss sich zum Spitzensport bekennen
Von Mathias Sonnenberg
Bremer Politik muss sich zum Spitzensport bekennen

Auf insgesamt fünf Etagen könnte das Haus der Athleten in diesem Wohnkomplex (links) in der Bürgermeister-Smidt-Straße wachsen.

Christina Kuhaupt

Die Sportstiftung hat einen konkreten Plan vorgestellt, wie das Haus der Athleten und damit die Elite-Förderung im Bremer Sport umgesetzt werden kann. Das Motto lautet: Genug geredet, jetzt wird gehandelt. Dass der zeitliche Rahmen ambitioniert erscheint, ist nicht tragisch, Sportler brauchen eben klare Ziele. Die Immobilie ist gefunden, die Finanzierung steht, auch die Vereine und Sportverbände ziehen mit.

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Wer noch fehlt, ist die Politik. Der Satz im Koalitionsvertrag, dass die Gründung eines Sport-Internats in der Erwartung unterstützt wird, dass die Kosten zum Bau und für die Betreibung durch die Akquise privater Mittel aufgebracht werden, klingt ehrlich und gleichzeitig gefährlich. Niemand wird Gelder garantieren, bevor der Haushalt 2020/21 nicht steht. Aber der Sport hat es verdient, dass sich die Politik grundsätzlich zum Spitzensport in Bremen bekennt – und das beinhaltet in der Folge eben auch finanzielle Unterstützung, beispielsweise in Form pädagogischer Betreuung.

Der Bremer Sport muss jetzt die Bremer Politik umwerben. Gute Argumente hat er mit dem Sport-Internats-Konzept schon mal gesammelt.

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