Amateur-Fußball-Schnack Wilco Freund rüstet auf, Lotto-Pokal wird reformiert

Habenhauser FV bekommt eine neue Mannschaft. Auch Oberneuland mit Neuzugängen, kassiert aber bei Tobias Esche eine Absage
04.06.2019, 18:30
Lesedauer: 2 Min
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Wilco Freund rüstet auf, Lotto-Pokal wird reformiert
Von Mathias Sonnenberg

Ob das ein Umbruch ist? „Auf jeden Fall“, sagt Wilco Freund. Der Trainer des Habenhauser FV möchte eine Saison wie die vergangene nämlich „nicht noch einmal erleben“. Der 13. Rang in der Bremen-Liga ließ sich in erster Linie ja durch zahlreiche Ausfälle begründen. Für Freund hatte es dem Kader aber auch an „Einstellung und Qualität“ gefehlt. Also bemühte sich der HFV-Coach um zahlreiche Neuzugänge, gern auch mit viel Erfahrung. Er wurde fündig und präsentiert nun einige bekannte Namen: Nach Torhüter Daniel Griesbach (Bornreihe) werden Adrian Chwiendacz (Rotenburger SV), Alexander Newrela (Pause, vorher TuS Schwachausen), Bertrand Bingana (Lilienthal/Falkenberg), Obed Scholl-Amoah (VfL 07) und Johannes Ullerich (Dötlingen) zum Habenhauser FV wechseln. In Keeper Jan-Niklas Heydrich, Philipp Langerbeck (HFV II) sowie Markus Lübbe (HFV III) stoßen zudem drei Kicker aus dem eigenen Verein zum Team. „Wir haben vermehrt auf Spieler gesetzt, die Impulse setzen werden“, sagt Wilco Freund. Und zwei, drei weitere Zugänge könnten sogar noch folgen.

Von einer Revolution zu reden, wäre übertrieben. Aber es wird sich etwas grundlegend ändern: Ab der kommenden Saison wird der Bremer Lotto-Pokal von der ersten Runde an bereits landesweit ausgetragen. Die Zeiten, in denen einige Teams aus Bremerhaven bis zum Viertelfinale unter sich blieben, ist damit vorbei. „Es geht um die Gleichbehandlung“, sagt Jens Peters, Vorsitzender des Verbandsspielausschusses. Der Hintergrund ist auch finanzieller Art: Ein Viertelfinalist des Bremer Wettbewerbs wird bereits mit jeweils 3000 an den TV-Geldern des DFB-Pokals beteiligt. In den vergangenen Jahren hatten es die beiden Teilnehmer aus Bremerhaven allerdings relativ leicht, in die Runde der letzten Acht zu kommen – nicht selten spielten dabei auch Freilose eine Rolle. „In Bremerhaven gibt es nicht genug Teilnehmer, und deshalb waren sie schnell in den Geldrängen“, so Peters. Die erste Runde des neuen Wettbewerbs soll nun am 11. Juli ausgelost werden.

„Nicht ohne meine Mädels“, stand auf den T-Shirts, und das sprach für einen starken Zusammenhalt. Sportlicher Erfolg war der weiblichen U 14-Auswahl des Bremer Fußball-Verbandes aber nicht vergönnt beim DFB-Sichtungsturnier in Duisburg. Die jungen Bremerinnen belegten am Ende nur den 21. Platz unter den 21 Verbänden. Doch weil es gerade in dieser Altersklasse eben nicht immer nur um Punkte und Tore geht, zeigte sich BFV-Trainer Thorsten Westenberger „nicht unzufrieden“. Sein Team habe sich nämlich nicht hängen lassen. „Und die Truppe war sehr harmonisch, niemand wurde ausgegrenzt“, so der Auswahlcoach. Zunächt hatte die U14 jeweils mit 0:4 gegen Westfalen (8.) und Südwest (11.) verloren. Dem besten Auftritt beim knappen 2:3 gegen Sachsen-Anhalt (19.) schloss sich eine 0:5-Niederlage gegen das Saarland (14.) an. Der Titel des Turniers ging schließlich an Württemberg, das Baden und Hessen auf die Plätze verwies.

Es läuft eigentlich ganz gut mit den Neuzugängen des FC Oberneuland. Bislang vermochte Kristian Arambasic Spieler wie Leander Wasmus, Nils Göcke oder den derzeit allerdings verletzten Artur Degtjarenko (Kreuzbandriss) zum Pokalsieger an den Vinnenweg zu lotsen. Bei einem Kicker biss sich der Trainer sich nun allerdings die Zähne aus: Tobias Esche entschied sich, beim BSV Rehden zu bleiben und nicht nach Oberneuland zu wechseln. „Er ist ein Spieler, den ich unbedingt wollte und nicht bekommen haben“, bestätigt Arambasic. Er hatte einst bei der SG Aumund-Vegesack mit dem mittlerweile 28-jährigen Innenverteidiger zusammengearbeitet. Nun gibt es für den FCO-Coach allerdings einen kleinen Trost: „An Tobias waren viele Vereine dran.“

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