Blumenthal Aktiv Blumenthal macht Fortschritte

Der Gewerbeverein in Blumenthal sieht den Stadtteil auf dem Weg nach vorn. Als Beispiel wird die Entwicklung auf dem Gelände der früheren Woll-Kämmerei genannt.
04.04.2019, 17:03
Lesedauer: 2 Min
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Von Jörn Hildebrandt

Blumenthal. Der Abend beginnt mit einem vernichtenden Urteil: „Es hat eine Legislaturperiode gedauert, auf 90 Seiten festzuhalten, was offensichtlich ist“, kritisiert Oliver Berger das vor Kurzem veröffentliche Integrierte Struktur- und Entwicklungskonzept (Isek) für Bremen-Nord. Konkrete Maßnahmen gebe das Konzept nicht her, so der Vorsitzende des Gewerbevereins Blumenthal Aktiv. „Bremen-Nord muss sich weiterhin so so gut wie möglich selbst verwalten“, stellt Berger fest.

Der Gewerbeverein sieht den eigenen Stadtteil da auf einem guten Weg. „In Blumenthal hat sich einiges getan. Der Stadtteil bewegt sich in die richtige Richtung“, meint der zweite Vorsitzende Dennis Witthus. Als Beispiel nennt er die Entwicklungen auf dem Gelände der ehemaligen Bremer Woll-Kämmerei (BWK). „Hier passiert derzeit viel.“ Eine Initiative setze sich zudem für Verbesserungen im Ortskern von Blumenthal ein. Neue Kindergärten seien im Stadtteil geplant.

Ortsamtsleiter Peter Nowack stimmt in den optimistischen Tenor ein. Mit Blick auf das BWK-Gelände meint er: „Der geplante Berufsbildungscampus ist nicht mehr aufzuhalten. Es werden unter anderem 3000 Berufsschüler und 500 bis 1000 Menschen in beruflicher Weiterbildung regelmäßig nach Blumenthal kommen.“ Positiv entwickelt sich nach seinen Worten das Wohnprojekt am Rönnebecker Weserufer. Auch für größere Kultur- und weitere Veranstaltungen sei Blumenthal inzwischen ein fester Standort, stellen Gewerbeverein und Ortsamtsleiter fest. Das Straßen-Kulturfestival La Strada sei 2018 im Stadtteil ein Erfolg gewesen, sagt Berger. In diesem Jahre werde es auch Ableger in Vegesack und Knoops Park geben. Nowack weist auf kommende Veranstaltungen hin wie die Solarwochen ab 3. Mai und den E-Day im September zum Thema Elektromobilität. Schließlich stehe das 100-jährige Jubiläum des Blumenthaler SV an, dazu sei ein Spiel mit den Profifußballern des SV Werder Bremen geplant. Allgemein bedauert wird, dass die Veranstaltung „Feuer und Wein“ in diesem Jahr in Lesum ausgerichtet wird. 2020 müsse sie nach Blumenthal zurückkehren, fordert der Ortsamtsleiter.

Im Rückblick auf die eigenen Aktivitäten von Blumenthal Aktiv im vergangenen Jahr stellt der Vorstand fest: Die After-Work-Aktion, bei der Betriebe sich präsentieren können, werde immer beliebter. Die Versammlung wählt an diesem Abend einstimmig noch ein Ehrenmitglied: Lothar Pusch. Als Gastreferentin spricht die Business- und Kommunikationstrainerin Andrea Matheus. Sie begleitet Unternehmen bei Veränderungsprozessen im Rahmen des Projekts „Unternehmenswert Mensch“, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie vom Europäischen Sozialfonds gefördert wird. Es zielt auf klein- und mittelständische Unternehmen. Etwa 60 000 Geschäftsaufgaben pro Jahr in Deutschland, ein immer höherer Krankenstand infolge psychischer Überlastung, der Fachkräftemangel und der demografische Wandel machen nach ihren Worten kontinuierliche Verbesserungen in Unternehmen notwendig. Mit Workshops, Interviews, Coaching und Steuerungsgruppen leitet Matheus den Prozess in den Betrieben ein. Die Erfolge des Trainings zeigen sich nach ihren Worten in verschiedenen Bereichen: Reibungseffekte würden minimiert, die Motivation und damit auch die Produktivität der Mitarbeiter erhöht. „Die Unternehmen stellen sich zukunftsfähig auf. Sie werden zu attraktiven Arbeitgebern, was angesichts des Fachkräftemangels von großer Bedeutung ist.“ Ihr Vortrag findet bei den Geschäftsleuten großes Interesse. Ein Teilnehmer hat bereits Erfahrungen mit dem Training von Andrea Matheus gemacht: „Die Mitarbeiter schätzten es besonders, dass sie die Regeln zum Umgang miteinander selbst aushandeln konnten und ihnen nichts von außen aufgedrückt wurde.“

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