Forderungen für Blumenthal Initiative Blumenthal schlägt Runden Tisch vor

Mitglieder der Initiative Blumenthal haben sich den Forderungen des Beirats angeschlossen. Sie fordern eine Sichtachse zwischen dem BWK-Gelände und dem Zentrum Blumenthals.
08.04.2019, 19:04
Lesedauer: 2 Min
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Initiative Blumenthal schlägt Runden Tisch vor
Von Julia Ladebeck

Die Initiative Blumenthal schließt sich der Forderung des Blumenthaler Beirats an, der eine Sichtachse zwischen dem geplanten Berufsschulcampus auf dem ehemaligen Gelände der Bremer Woll-Kämmerei (BWK) und dem Blumenthaler Zentrum vorschlägt. Anstelle der alten Bibliothek soll ein neuer, freier Platz entstehen, ist die Idee. In einer Pressemitteilung betont die Initiative: „Durch das Projekt Berufsschulcampus entstehen für Blumenthal Chancen, die nicht leichtfertig vergeben werden dürfen.“

Eine räumliche Verknüpfung lasse sich idealerweise mit einem neu geschaffenen Freiraum beziehungsweise einem Platz anstelle der alten Bibliothek, zwischen Rathaus und Hotel Union, herstellen. „Berufsschüler und Arbeitnehmer finden über diesen Platz einen Weg in das alte Zentrum und stärken so Kaufkraft und Lebendigkeit im Quartier. Stadtplanerische Ansätze sprechen für eine Koppelung von Marktplatz und BWK-Areal über die beschriebene Achse“, schreibt Marcus Pfeiff, der auch für die SPD im Beirat Blumenthal sitzt, für die Initiative.

Den Einzug der neuen Stadtteilbibliothek in das alte Bibliotheksgebäude lehnt die Initiative ab. Das würde nach Ansicht der Mitglieder „eine wirksame Vernetzung im oberen Blumenthal“ verhindern. Eine Häuserwand an der Landrat-Christians-Straße verschenke „Perspektiven und Potenziale zukünftiger Entwicklungen“. Außerdem heißt es: „Weiterhin erwartet die Initiative eine ernsthafte Prüfung der Option, im Quartier ein Sanierungsgebiet (Stadtumbaugebiet nach Paragraf 171 B folgende) einzurichten.“ Gegenüber der NORDDEUTSCHEN hatte Dorothea Haubold, Leiterin des Referats für Stadtumbau beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, kürzlich erklärt: „Das ‚Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsgebiet‘ gibt es so nicht mehr.“ Stattdessen müsse gegebenenfalls ein „Integriertes Entwicklungskonzept“ (IEK) geprüft werden.

„Wir widersprechen der Aussage von Dorothea Haubold“, so die Initiative. Die Zeit der Prüfung müsse nun beendet werden und in eine aktive Phase übergehen. „Das Blumenthaler Zentrum wartet seit Jahren auf Unterstützung und wir laden Frau Haubold daher ein, sich mit der Initiative in Blumenthal in Verbindung zu setzen.“

Die Planung und Umsetzung seit Jahren versprochener Konzepte für den Marktplatz und das Zentrum müsse nun angegangen werden. Finanzmittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro seien bereits im Haushalt 2016/17 eingestellt worden. „Als Bewohner und Bewohnerinnen Blumenthals fordern wir Maßnahmen und Hilfe und schlagen daher vor, unmittelbar nach der Wahl einen Runden Tisch ,Entwicklung Blumenthal‘ aus den Ressorts Bau-, Wirtschaft-, Innen-, Bildung- und Kultur- einzurichten und für nachhaltige Bewegung zu sorgen.“

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